Forschung und Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung lässt sich nur auf der Grundlage von inter- und transdisziplinärer Forschung umsetzen. Die Universität leistet durch fakultätsübergreifende Kompetenzzentren, Universitäre Forschungsschwerpunkte, assoziierte Institute und Forschung mit Nachhaltigkeitsbezug an zahlreichen Lehrstühlen Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Kompetenzzentren mit Nachhaltigkeitsbezug

Kompetenzzentren sind wissenschaftliche Netzwerke, in welchen Universitätsinstitute oder Teilbereiche von Instituten ihre Arbeit unter strategischen Zielsetzungen koordinieren.

Ethikzentrum

Das Ethikzentrum vereint Mitarbeitende aus verschiedenen Fakultäten und Disziplinen, die sowohl in Lehre als auch Forschung zu ethischen Fragestellungen arbeiten. Diese liegen in den Bereichen der Umweltethik, Menschenwürde und Menschenrechte, Gerechtigkeit, Medizin- und Bioethik und weiteren Bereichen der politischen Philosophie und Sozialphilosophie.

Ethikzentrum

Kompetenzzentrum Menschenrechte

Die Mitglieder des Kompetenzzentrums Menschenrechte sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fakultäten, die zu Themen forschen und/oder lehren, die für die Menschenrechtsthematik relevant sind. Forschungsschwerpunkte des Kompetenzzentrums Menschenrechte wie “Soziale Gerechtigkeit“, “Menschenrechte und Wirtschaft“ und weitere haben einen hohen Nachhaltigkeitsbezug.

Kompetenzzentrum Menschenrechte

Assoziierte Institute mit Nachhaltigkeitsbezug

Assoziierte Institute der Universität Zürich sind wissenschaftlich tätige und rechtlich selbstständige Institutionen, die mit der Universität aufgrund gegenseitiger Interessen durch eine Vereinbarung verbunden sind.

Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS)

Das Center for Corporate Responsibility and Sustainability beschäftigt sich vor allem mit der Rolle, die der Privatsektor für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung spielen kann. Die drei Kernthemen sind: “Nachhaltige Immobilien“, “Nachhaltige Kapitalanlagen“ und “Nachhaltige Wirkung“.

Universitäre Forschungsschwerpunkte mit Nachhaltigkeitsbezug

Ziel der Universitären Forschungsschwerpunkte (UFSP) ist die Stärkung und Vernetzung von ausgewählten Wissenschaftsbereichen, basierend auf bestehender exzellenter Forschungskompetenz innerhalb der Universität Zürich, und die Förderung von qualifizierten Nachwuchskräften.

Globaler Wandel und Biodiversität

Der UFSP “Globaler Wandel und Biodiversität“ vereint Forschende der UZH aus dem Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften, dem Geographischen Institut, dem Institut für Mathematik, dem Institut für Pflanzenbiologie und dem Ethikzentrum. Ihrer Forschung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass verschiedene Treiber für globalen Wandel, wie Klimawandel, Landnutzungsänderungen und weitere durch Interaktionen, Feedback und Skalierung zusammenhängen und deshalb nicht isoliert betrachtet werden sollen. Diese drei Zusammenhänge in Bezug auf Biodiversität und globalen Wandel erforschen die Mitarbeitenden dieses Forschungsschwerpunkts im Rahmen von derzeit elf Forschungsprojekten.

Globaler Wandel und Biodiversität

Evolution in Aktion: Vom Genom zum Ökosystem

Das Verständnis evolutionärer Mechanismen ist von grundlegender Bedeutung in Biologie und Medizin. Darüber hinaus sind evolutionäre Konzepte auch in den Geisteswissenschaften und der Wirtschaftswissenschaft ein zentrales Thema. Der UFSP “Evolution in Aktion: Vom Genom zum Ökosystem“ vereint Forschende aus drei Fakultäten, namentlich der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät, der Medizinischen Fakultät und der Philosophischen Fakultät, und stärkt so gezielt eine integrative, zukunftsgerichtete Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen. Die laufenden Forschungsprojekte des UFSP Evolution in Aktion befassen sich auf verschiedenen Ebenen auch mit Themen der Nachhaltigkeit. So werden beispielsweise mit modernsten genomischen Methoden die Auswirkungen evolutionärer Vorgänge auf Naturschutzprojekte untersucht, und pflanzenbiologische Forschungen haben zum Ziel, einen Beitrag zur Nahrungsmittelsicherheit der kommenden Jahrzehnte zu leisten. Nicht zuletzt will der UFSP Evolution in Aktion mit einer umfassenden Nachwuchsförderung auch zur Nachhaltigkeit der akademischen Forschung beitragen.

Evolution in Aktion: Vom Genom zum Ökosystem

Vom Sonnenlicht zu chemischer Energie

Der Forschungsschwerpunkt “Vom Sonnenlicht zu chemischer Energie“ ist eine Kooperation verschiedener Forschungsgruppen der Institute für Chemie und Physik der UZH mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa. Durch diesen Schwerpunkt soll die Forschung zu Materialien und Prozessen für die Speicherung von Sonnenenergie durch direkte Umwandlung von Sonnenlicht in chemische Energie vorangebracht werden.

Forschungsnetzwerke mit Nachhaltigkeitsbezug

Netzwerke von Forschenden, die über einen einzelnen Lehrstuhl hinausgehen, erlauben es, Nachhaltigkeitsthemen aus verschiedenen Blickwinkeln und Disziplinen zu erforschen

Netzwerk für interdisziplinäre Klimaforschung

Ziel des Netzwerks für interdisziplinäre Klimaforschung ist die Förderung von Kooperationen zwischen Forschenden und Lehrenden zum Thema Klimawandel. Das Netzwerk verbindet Forschende der UZH und der ETH aus verschiedenen Fachgebieten und Instituten. Neben dem internen Austausch organisiert das Netzwerk Doktorandenworkshops und öffentliche Veranstaltungen und erstellt Publikationen im Bereich der interdisziplinären Klimaforschung.

Netzwerk für interdisziplinäre Klimaforschung