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Abfall & Entsorgung

Gemäss der Umsetzungsstrategie 2030 zur Sustainability Policy soll die UZH die «mit ihrem Abfallaufkommmen verbundene Umweltbelastung» reduzieren. Diese Reduktion strebt die Minderung der absoluten Abfallmenge und die Erhöhung des Recyclinganteils an, dort wo ein ökologischer Mehrwert gewährleistet ist. Zudem wurden die durch die Entsorgung von Abfällen verursachten Treibhausgas(THG)-Emissionen in die Systemgrenze des Klimaneutralitätsziels der UZH aufgenommen, wodurch sich eine Pflicht zur Reduktion ergibt. Das Grüngut und der Kehricht machen an der UZH sowohl den Grossteil der Abfallmenge als auch der abfallbedingten THG-Emissionen aus.

Nachhaltigkeit bedeutet in der Entsorgung an erste Stelle die Vermeidung von Abfällen. Als zweiter Schritt folgt die Schliessung von Stoffkreisläufen durch Recycling. Dies bedeutet die Nutzung von bereits verwendeten Wertstoffen für zukünftige Produktionen. Erst dann schliesst sich eine möglichst umweltverträgliche, materialgerechte Beseitigung der Restabfälle an.

Aktuelle Informationen zu Abfall und Entsorgung finden Sie auch im Nachhaltigkeitsbericht.
Nachhaltigkeitsbericht

Entsorgung an der UZH

An der UZH werden Abfälle durch die Betriebsdienste sowie die Abteilung Sicherheit und Umwelt gesammelt. Diese werden an zertifizierte externe Unternehmen zum fachgerechten Recycling oder zur endgültigen Entsorgung übergeben. Seit 2023 unterstützt die abfallboerse die UZH in ihrer Entsorgung und erhebt regelmässig Daten dazu. Dies verbessert die Datenlage auf deren Basis zukünftige Massnahmen konzipiert und umgesetzt werden können.
Betriebsdienst Irchel
Betriebsdienst Zentrum
Betriebsdienst Vetsuisse
Abteilung Sicherheit und Umwelt
abfallboerse

Aktuelle Entwicklungen und Projekte an der UZH

An der UZH wurden in den Jahren 2023 und 2024 3'818 respektive 2'796 Tonnen Abfall entsorgt. Das spezifische Abfallaufkommen (Abfallmenge pro Person bzw. VZÄ) ist 2023 und 2024 im Vergleich zu 2018 gesunken.

Das Balkendiagramm zeigt das Entsorgungsaufkommen für verschiedenen Kategorien von UZH-Angehörigen von 2018 bis 2024. Ausgewiesen wir das Entsorgungsaufkommen in Kilogramm pro Mitarbeiterin inklusive Lehrlinge und Praktikant*innen als Person sowie das Entsorgungsaufkommen in Kilogramm pro Vollzeitäquivalent (worauf mehrere Personen entfallen können) und auch das Entsorgungsaufkommen in Kilogramm pro studierende Person. Das Aufkommen pro Student*in ist ca. ein Viertel bis ein Drittel der anderen Balken und damit der niedrigste Wert über alle Jahre. Das Aufkommen pro Person ist am zweithöchsten bei ca. dreiviertel bis zwei Drittel vom Balken Vollzeitäquivalente, womit die meisten Kilogramm über alle Jahre auf die Vollzeitäquibvalente entfallen. Über die Jahre hinweg schwanken alle Balken, haben jedoch einen leichten Trend zum Sinken.
Grafik: Melanie Lindner

Zusätzliche Massnahmen sind notwendig, um das Abfallaufkommen zu reduzieren und die Recyclingquote zu erhöhen. Aktuell laufen an der UZH folgende Projekte im Bereich Abfall:

Decarb UZH

Im Rahmen des strategischen Projektes «Decarb UZH Klimaneutralität 2030» untersucht eine Task Force konkrete Massnahmen zur Reduktion der THG-Emissionen verbunden mit der Entsorgung.
zum Projektbeschrieb

Rezyklieren von Pipettenboxen

An der UZH werden in der Forschung zahlreiche Produkte aus Kunststoff verwendet, darunter auch Pipetten-Boxen. Diese dienen in der Regel nur als Verpackung und Spender. Viele davon werden wiederverwendet, was nachhaltig, aber leider nicht immer möglich ist. Engagierte Mitarbeitende des Materialzentrums haben ein Projekt umgesetzt, bei dem die nicht mehr verwendeten Pipetten-Boxen gesammelt und von einem externen Unternehmen geschreddert werden. Daraus stellt ein externes Recyclingunternehmen nun neue Produkte her, die im Materialshop der UZH wieder angeboten werden. Bei diesem Projekt stand neben dem Umweltschutzgedanken auch die Schaffung von Vertrauen in Recyclingprozesse im Vordergrund. Wie die nicht wiederverwendeten Boxen rezykliert und zu welchen neuen Produkten sie umgewandelt werden, sehen Sie im Video unten.

TipWash

Das Projekt Reusing Plastic Disposables: Automated Pipette Tip Washing (TipWash) erforscht das Potenzial der Wiederverwendung von Pipettenspitzen, um die Arbeit im Labor nachhaltiger und gleichzeitig kosteneffizienter zu gestalten und nutzt dafür die UZH als Reallabor.
mehr über das Projekt und andere, die die UZH als Reallabor nutzen

Anti-Littering Irchelpark

Die «Anti-Littering Irchelpark Initiative» befasst sich mit der nachhaltigen Nutzung und Bewirtschaftung des Irchelparks. 
mehr über Anti-Littering Irchelpark

Detaillierte Abfalldaten in Tabellenform

Diese Tabellen sind optimiert für Screenreader. Auflösung der hochgestellten Zahlen erfolgt unterhalb der Überschrift Fussnoten.

Entsorgungsstatistik 2018–2024 (in t)1

  2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Gesamt 3'595.4 3'622.0 3'515.8 3'762.1 3'064.4 3'818.5 2'795.6
Betriebskehricht 1'183.7 1'064.7 908.6 1'009.6 1'045.3 843.6 803.6
Biomasse2 1'785.4 1'941.8 2'117.8 2'169.4 1'428.5 2'345.2 1'263.2
Keramik 0.8 0.6 0.5 7.7 0.4 0.3 1.0
Rezyklierte Abfälle 565.7 549.2 426.8 492.2 485.7 589.9 637.3
Nicht rezyklierte Sonderabfälle3 59.9 65.7 62.1 83.1 86.5 85.5 90.5

Entsorgungsstatistik rezyklierter Abfälle nach einzelnen Wertstoffen 2018–2024 (in t) 

  2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Rezyklierte Abfälle gesamt 565.7 549.2 426.8 492.2 485.7 589.9 637.3
Papier und Karton4 251.0 255.2 202.5 218.1 184.75 172.7 202.2
Glas 43.8 48.9 48.3 52.2 53.4 53.9 45.6
Metalle 57.5 62.9 53.7 77.3 75.6 65.3 67.5
Kunststoffe 1.9 2.1 1.8 1.4 2.0 0.4 2.2
Sperrgut und Bausperrgut 97.1 55.6 41.9 64.7 97.7 183.5 201.4
Mobiliar 57.2 84.7 56.8 48.3 34.0 37.16 40.2
Sonstige rezyklierte Abfälle7           40.5 46.0
Sonderabfälle: Leuchtstoffröhren und andere Leuchtmittel 2.1 1.7 1.0 3.4 2.3 0.5 0.4
Sonderabfälle: Batterien 1.3 1.4 1.7 0.8 0.5 0.6 1.2
Sonstige rezyklierte Sonderabfälle8 0.1 0.1 0.1 0.1 0.2 0.0 0.0

Fussnoten

1 Papier und Karton werden aus Logistik- und Ressourcengründen vermehrt auch gemeinsam entsorgt. PET-Flaschen, welche durch  das Catering des ZFV der Entsorgung zugeführt werden, sind hier nicht aufgeführt. Zu den Kunststoffen kommen Pipettenboxen (2023 und 2024: ca. 10 t pro Jahr; rezykliert) hinzu. Das Grüngut der Gärtnerei am Campus Irchel wird erst seit 2021 ausgewiesen.
2 Ohne Essensreste aus den Mensen. Inklusive Tier- und Pferdemist.
3 Von der Fachstelle Sicherheit und Umwelt und der abfallbörse erfasste Sonderabfälle, die nicht rezykliert werden. 
4 In den früheren Nachhaltigkeitsberichten wurde Papier, Karton sowie Papier-Karton-Gemisch separat ausgewiesen.
5 Seit dem 01.01.2022 sammelt Entsorgung + Recycling Zürich das Papier und den Karton des Zentrums für Weiterbildung, erhebt dafür jedoch keine Mengen; diese sind daher nicht Teil der angegebenen Gesamtmenge.
6 Dieser Wert musste aufgrund fehlender Daten geschätzt werden und entspricht dem Mittelwert der Werte aus den Jahren 2022  und 2024.
7 Neue Kategorie seit 2023. Diese Kategorie beinhaltet die Fraktionen gemischte brennbare Bauabfälle und umverschmutztes  Aushubmaterial.
8 Sonstige Sonderabfälle beinhalten unter anderem Sharps-Bakterienfilter, amalgamhaltige Abfälle und Spraydosen.

THG-Emissionen des Abfalls

Das gestapelte Balkendiagramm gibt die THG-Emissionen aus Abfällen von 2018 bis 2024 nach Verursachungskategorien aus. Durch gemischte Siedlungsabfälle wurden in allen Jahren die meisten THG-Emissionen verursacht. Weitere Hauptverursacher von THG-Emissionen sind Bio- und Sonderabfälle. Papier und Karton, Elektroschritt, Kunststoffe, Sperrgut und Bausperrgut sowie Sonstiges haben einen geringeren Einfluss auf die THG-Emissionen. Insgesamt sind die THG-Emissionen durch Abfälle über die Jahre recht schwankend mit einer eher steigenden Tendenz.
Grafik: Melanie Lindner

Im Rahmen des Strategischen Projektes Decarb UZH Klimaneutralität 2030 wurde 2024 eine Task-Force Abfall gegründet. Die abfallbedingten THG-Emissionen wurden in die Systemgrenze des Klimaneutralitätsziels aufgenommen, wodurch sich eine Pflicht zur Reduktion ergibt. 2023/2024 wurden erstmals die THG-Emissionen des Abfalls erhoben. Während es bei dem Betriebskehricht zu einer Reduktion kam, stiegen die Emissionen des Sonderabfalls im Vergleich zu 2018 an, was unter anderem an einem Anstieg der Lösungsmittel lag. Eine erste stichprobenhafte Analyse der Kehrichtzusammensetzung wurde Ende 2024 an vier Standorten initiiert, damit gezielt Massnahmen zur Reduktion des Abfalls definiert werden können, um die mit der Entsorgung des Abfalls verbundenen Emissionen zu reduzieren.

Sonderabfälle

Das gestapelte Balkendiagramm zeigt die Mengen an Sonderabfall in verschiedenen Kategorien von 2006 bis 2024 in Tonnen. Lösungsmittel und biologischer Sonderabfall sind die zwei Kategorien mit dem mengenmässig grössten Anteil. Altmedikamente, scharfe Gegenstände, Fotochemikalien, Chemikalien und Weitere Sonderabfälle liegen mengenmässig deutlich darunter. Die Gesamtmenge der Sonderabfälle unterliegt über die Jahre Schwankungen, in der Tendenz jedoch bis 2022 steigend, seither leicht abnehmend.
Grafik: Melanie Lindner

Auf einigen Gebieten der Forschung und der Lehre entsteht unvermeidbarer Sonderabfall. Dies betrifft insbesondere laborintensive Forschung und Lehre. Die Fachstelle Sicherheit und Umwelt nimmt sämtlichen Sonderabfall der UZH entgegen und übergibt ihn zur fachgerechten Entsorgung an hierfür zugelassene Unternehmen. 

Aktuelle Tabellen folgen demnächst.

Tipps zum Thema Abfall

Im Webseitenbereich Aktiv werden finden Sie verschiedene Tipps für nachhaltiges Handeln. Auch im Bereich Abfall kann man einiges beachten.
zu den Tipps zum Thema Abfall

Quelle: Teile dieses Textes wurden ähnlich erstmals im Nachhaltigkeitsbericht 2021/2022 veröffentlicht und für diese Webseite stetig aktualisiert.