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Die UZH möchte gemäss der Umsetzungsstrategie 2030 zur Sustainability Policy bei der Beschaffung von Sachgütern und Dienstleistungen Nachhaltigkeitsaspekte im gesamten Lebenszyklus (Produktion, Transport, Nutzung, Entsorgung) berücksichtigen. Ziel ist es, möglichst hohe ökologische und soziale Standards zu erfüllen.
konkrete Tipps für nachhaltige Beschaffung an der UZH

Aktuelle Informationen zur Nachhaltigkeit in der Beschaffung der UZH finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht.
Nachhaltigkeitsbericht

Beschaffungsprozess an der UZH

Die UZH betreibt «P4U», eine interne Einkaufsplattform. Mitarbeitende werden dort auf zwei Wegen bei der Auswahl nachhaltiger Produkte unterstützt:

  • Bewertung von Lieferanten: Bevor neue Lieferanten in das Verzeichnis der Plattform aufgenommen werden, müssen sie eine Selbstauskunft zu Nachhaltigkeit abgeben. Diese wird von einem externen Dienstleister geprüft. Zudem überprüft der Dienstleister, ob es negative Medienberichte über den Lieferanten gibt. Die darauf basierende Nachhaltigkeitsbewertung wird mithilfe eines roten, gelben oder grünen Blatts ausgewiesen (grau, wenn noch keine Selbstauskunft vorliegt).
Symbole aus P4U, die die Nachhaltigkeit der Lieferanten anzeigen, jeweils ein weisses Blatt auf rotem, gelbem, grünem bzw. grauem Grund
  • Bewertung von Produkten: Die Lieferanten können bestimmte Produkte in ihrem Angebot als «nachhaltig» kennzeichnen. Eine unabhängige Überprüfung findet jedoch nicht statt. Als nachhaltig deklarierte Produkte werden in der Einkaufsplattform durch ein Symbol hervorgehoben.
Symbol aus P4U zur Nachhaltigkeit der Produkte, weisses Blatt und weisse Schrift nachhaltig

Im Oktober 2023 trat die aktualisierte Interkantonale Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen sowie die totalrevidierte Submissionsverordnung in Kraft. Im Zuge dessen hat die UZH ihre Ausschreibungsunterlagen aktualisiert und darin Nachhaltigkeitsaspekte gestärkt. Bei Ausschreibungen von Gütern und Dienstleistungen im öffentlichen Vergabeverfahren müssen die Anbieter unter anderem die internationalen Arbeits- und Sozialstandards der Internationalen Arbeitsorganisation ILO innerhalb einer Selbstdeklaration unterzeichnen. Mit Nachhaltigkeitsanforderungen wird der Qualitätswettbewerb gezielt gefördert. Das vorteilhafteste Angebot soll dann den Zuschlag erhalten.

Geteilte Nutzung

Durch die Vermeidung von Neuanschaffungen lässt sich die Umweltbelastung im Regelfall am stärksten reduzieren. An der UZH gibt es mehrere Plattformen, über die Sie Geräte oder Büromaterialien mit anderen teilen oder weiternutzen können.

  • Technologieplattformen: Bei den über 30 Technologieplattformen der UZH werden Geräte – zum Teil mit Unterstützung durch Fachpersonal – bereitgestellt. So können Auslastungen der meist hochspezialisierten Geräte von bis zu 90 Prozent erreicht werden. Technologieplattformen können aber auch die Bereitstellung von grossen Datenmengen und Analysekapazitäten zum Ziel haben.
    zu den Technologieplattformen
  • Shared Equipment: Über diese Plattform können sowohl Geräte als auch Räume mit anderen geteilt werden.
    zur Plattform Shared Equipment
  • Gerätebörse: Über die Gerätebörse können nicht mehr benötigte Geräte kostenlos weitergeben oder bezogen werden.
    zur Gerätebörse
  • Büromaterialbörse: Über diese Börse können nicht mehr benötigte Artikel zwischen Organisationseinheiten kostenlos ausgetauscht werden. Aktuell ist die Börse aus technischen Gründen offline. UZH-Angehörige können dem Team Büromaterialbörse bei Teams beitreten, um Büromaterial zu tauschen.
    Büromaterialbörse

Verwendung der Plattformen zur geteilten Nutzung von Geräten 2018–2024 

Diese Tabelle ist optimiert für Screenreader.

  2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Anzahl aktiv Nutzende Technologieplattformen 3'136 3'427 3'571 4'666 4'215 4'783 4'847
Anzahl aktiv Nutzende Shared Equipment 900 900 1'000 1'400 1'686 1'117 1'189
Anzahl angebotene Objekte und Räume Shared Equipment 200 240 300 300 477 256 287
Anzahl Bestellungen Gerätebörse 146 211 142 285 381 286 204
Anzahl Bestellungen Büromaterialbörse 35 325 38 172 75 48 n.a.
Anzahl weitergegebene Produkte (Stück) Büromaterialbörse 790 1'781 312 1'014 648 1'758 n.a.

 

IT-Infrastruktur

  • In Bezug auf Server versucht die UZH diese mehr und mehr zu bündeln und auf virtuelle Server zu verschieben.
  • Ausgediente IT-Geräte, die an der UZH nicht mehr verwendet werden können, können an einen externen Refurbisher abgegeben werden, um die Weiternutzung zu ermöglichen. Der Refurbisher bereitet die Geräte auf und bietet sie zunächst exklusiv für UZH-Mitarbeitende in seinem Online-Shop zum privaten Kauf an. Nach einer gewissen Frist werden sie öffentlich zum Verkauf angeboten.
    Gebrauchte Hardware weitergeben oder kaufen
  • 2024 wurden alle Hörsaalcomputer an der UZH deinstalliert.

Geschätzte THG-Emissionen (in t CO2 e) aus Produktion, Betrieb und Entsorgung von ITGeräten nach  Gerätetyp 2018–20241

Diese Tabelle ist optimiert für Screenreader. Auflösung der hochgestellten Zahlen erfolgt unterhalb der Überschrift Fussnoten.

  2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Emissionen IT gesamt 1'094 1'164 1'252 1'214 1'409 1'429 1'454
Emissionen IT-Arbeitsplätze2 1'038 1'080 1'124 1'129 1'134 1'143 1'173
Anzahl IT-Arbeitsplätze2 9'246 9'608 10'003 10'048 10'092 10'175 10'440
Emissionen Server3 k.A. k.A. k.A. k.A. 232 242 253
Anzahl Server4 k.A. k.A. k.A. k.A. 1'028 1'0715 1'121
Emissionen Mobiltelefone 25 23 25 26 26 27 28
Anzahl Mobiltelefone 2'200 2'059 2'157 2'286 2'319 2'389 2'439
Emissionen Hörsaalcomputer6 19 16 16 16 16 16 0
Anzahl Hörsaalcomputer6 179 150 150 150 150 150 0
Emissionen Beamer und Grossbildschirme7 40 47 47 51 67 76 81
Anzahl Beamer und Grossbildschirme7 210 250 250 270 355 405 431

Fussnoten

1 Multifunktionsgeräte konnten aufgrund fehlender Daten nicht berücksichtigt werden. Die Emissionswerte während der Nutzungsphase berücksichtigen den Strommix des jeweiligen Jahres.
2 IT-Arbeitsplätze bestehen aus einem Laptop und einem Bildschirm pro Mitarbeiter*in.
3 Die Werte aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2019/2020 werden nicht mehr aufgeführt, da sie nur einen kleinen Teil der Server abbildeten. Ab 2022 beinhaltet dies zum einen Server, die von Instituten verwaltet werden und in der sogenannten Housing-Zone des Rechenzentrums untergebracht sind, sowie zentral verwaltete Server der Zentralen Informatik. Dezentral in Räumen der Institute betriebene Server sind nicht enthalten. Vor 2022 wurden diese Daten nicht detailliert erhoben. Bei Servern wird die Entsorgung der Geräte nicht berücksichtigt.
4 Die Werte aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2019/2020 werden nicht mehr aufgeführt, da sie nur einen kleinen Teil der Server abbildeten. Ab 2022 beinhaltet dies zum einen Server, die von Instituten verwaltet werden und in der sogenannten Housing-Zone des Rechenzentrums untergebracht sind, sowie zentral verwaltete Server der Zentralen Informatik. Dezentral in Räumen der Institute betriebene Server sind nicht enthalten. Vor 2022 wurden diese Daten nicht detailliert erhoben.
5 Durchschnittswert von 2022 und 2024 für die Server der Zentralen Informatik.
6 Hörsaalcomputer bestehen aus Computern und Bildschirmen. Kameras und Touchpanels sowie dezentral verwaltete Server wurden nicht berücksichtigt. 
7 Zwischen Beamern und Grossbildschirmen wird nicht unterschieden.

Mobiliar

Die UZH zielt auf eine möglichst lange Nutzung des Mobiliars. Zum Teil haben diese aktuell eine Nutzungsdauer von bis zu 30 Jahren. Ein Beitrag zur Kreislaufwirtschaft ist ein weiteres Ziel der Mobiliarbewirtschaftung. Nicht mehr funktionstüchtiges Mobiliar soll aufbereitet und wiederverwendet werden. So werden beispielsweise alte Hängeregister-Regale zu abschliessbaren Schränken umgebaut.
«ReCollection ZH»

Seit 2022 betreibt die UZH eine Möbelbörse von ausgedientem Büromobiliar. Hier wird nicht mehr genutztes Büromobiliar Studierenden und Mitarbeitenden zum privaten Kauf angeboten.
UZH Möbel Occasion

Für Museen und Ausstellungen der UZH wird durch den Rektoratsdienst vermehrt wiederverwendbares Ausstellungsmobiliar beschafft und flexible für mehrere Zwecke eingesetzt, um Neubeschaffungen zu reduzieren.

Gestapeltes Balkendiagramm zeigt den Einkauf in Stück von Tischen, Stühlen, Stauraummöbeln, Leuchten und weiterem von 2011 bis 2024. Die Einkäufe sind starken Schwankungen unterworfen. 2014 wurde am meisten Mobiliar eingekauft, 2024 am wenigsten. Über die Jahre hinweg werden am meisten Möbel der Kategorie Weiteres gekauft und am wenigsten Leuchten. Die Stückzahlen lassen keinen direkten Vergleich der Masse oder des Materialwerts zu, da die Kategorien sehr unterschiedlich sind. Durch den Neubau UZI 5 kam es 2021 zu einem Anstieg in der Mobiliarbeschaffung, da das teilweise sehr lange genutzte Mobiliar aus dem alten Gebäude nicht mehr eingesetzt werden konnte. Für das erste Halbjahr von 2022 liegen keine genauen Daten vor, daher wurde mit der Hälfte des Einkaufsvolumens von 2021 gerechnet.
Grafik: Melanie Lindner

Papier

Seit 2018 hat die UZH eine «Ein-Papier-Strategie». Gemäss dieser wird im Material-Zentrum der UZH nur noch eine Papiersorte verkauft. Diese besteht vollständig aus rezyklierten Fasern und erfüllt die strengen Kriterien des Labels «Blauer Engel», das besonders umweltschonende Produkte auszeichnet. Die Organisationseinheiten können bei Bedarf jedoch auch anderes Kopier- oder Druckerpapier einkaufen. Die UZH setzte in den letzten Jahren mehrere Projekte zur Digitalisierung – z.B. Angebot für elektronische Unterschrift von Verträgen, Umstellung auf elektronischen Versand des Lohnauszugs – um, welche auch den Papierverbrauch reduzieren.

Kombination aus Balken- und Liniendiagramm, zeigt jeweils in einem Balken pro Jahr den Papierverbrach gesamt, in je einem Balken pro Jahr die Menge Recyclingpapier sowie mit einem dritten Balken pro Jahr die Menge FSC-zertifiziertes Papier, dazu eine Linie mit den THG-Emissionen des Energieverbrauchs, der Papierverbrauch gesamt sowie die THG-Emissionen sinken von 2018 bis 2024, die Menge Recycling- und FSC-zertifiziertes Papier ist seit 2020 relativ gleichbleibend; Die Summe aus Recyclingpapier und FSC-zertifiziertem Papier liegt über dem Papierverbrauch gesamt, da beides auf dasselbe Papier zutreffen kann. Nur über P4U, Materialzentrum und/oder Kantonale Drucksachen- und Materialzentrale (KDMZ) beschafftes Papier ist berücksichtigt. Über die KDMZ beschaffte Drucksachen, Kopierpapiere und Briefumschläge sind bis und mit Q1 2020 enthalten. Über P4U oder das Materialzentrum beschaffte Briefumschläge sind ab 2020 enthalten. Über P4U oder das Materialzentrum beschaffte Drucksachen enthalten nur Visitenkarten, Adressetiketten und Grusskarten. Die Daten von 2019 sind unvollständig und daher nicht aufgeführt.
Grafik: Melanie Lindner

Quelle: Teile dieses Textes wurden ähnlich erstmals im Nachhaltigkeitsbericht 2021/2022 veröffentlicht und für diese Webseite stetig aktualisiert.

Weiterführende Informationen

Ziel II.3.5: Nachhaltigkeit in der Beschaffung

"Die UZH berücksichtigt bei der Beschaffung von Sachgütern und Dienstleistungen Nachhaltigkeitsaspekte im gesamten Lebenszyklus (Produktion, Transport, Nutzung, Entsorgung). Ziel ist es, möglichst hohe ökologische und soziale Standards zu erfüllen."