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Energie & Wasser

Der von der UZH genutzte Raum muss kontinuierlich geheizt, gekühlt, beleuchtet, gewartet und mit Frischwasser versorgt werden, um den UZH Betrieb sicherzustellen. Dies verbraucht Energie sowie Wasser und erzeugt Emissionen zusätzlich zu den Emissionen, die durch den Bau und die Instandhaltung von Gebäuden entstehen (siehe mehr dazu auf der verlinkten Seite).
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Energiebedarf der UZH

Zwischen der UZH und dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich besteht eine massnahmenbasierte Zielvereinbarung, den Energieverbrauch im Zeitraum 2018–2027 zu senken. Die UZH erfüllt diese Zielvereinbarung seit 2018, so auch 2023 und 2024.

Die Infografik zeigt den Energiebedarf der UZH Infrastruktur nach Energieträgern für das Jahr 2025. In der Mitte sind in grau ikonografisch Verbrauchsquellen der UZH für Elektrizität und Wärme abgebildet z. B. Beleuchtung, technische Geräte wie Drucker, IT-Infrastruktur, Küchengeräte wie Kaffeemaschinen, technische Laborgeräte oder Heizungen. Die Energiequellen für Elektrizität werden in blau links abgebildet und sind teilweise eingekauft und teilweise eigenproduziert. Die eingekaufte Elektrizität stammt zu 100 % aus erneuerbaren Energien. 2025 waren dies 61 Gigawattstunden (GWh) aus Wasserkraft. Aus Eigenproduktion stammten 2025 0.76 GWh erzeugt durch Photovoltaik. Auf der rechten Seite in orange sind die Wärmequellen abgebildet. 2025 stammten 34 GWh aus Fernwärme, 11 GWh aus Gas, 0.7 GWh aus Heizöl und 0.1 GWh aus Holz. Ingesamt brauchte die UZH 2025 62 GWh Elektrizität und 46 GWh Wärme, was insgesamt einen Energieverbrauch von 108 GWh ausmacht.
Grafik: Melanie Lindner

Der Energiebedarf 2025 ist im Langzeitvergleich mit 2015 gestiegen, jedoch stieg im selben Zeitaum die Anzahl Studierender und Mitarbeitender deutlich an. Der Anteil erneuerbarer Energien ist seit 2015 relativ konstant.
Der spezifische Elektrizitätsbedarf pro Mitarbeiter*in bzw. pro Student*in konnte seit 2015 gesenkt werden. Auch der spezifische Wärmebedarf pro Mitarbeiter*in bzw. pro Student*in konnte im Vergleich zu 2015 gesenkt werden.

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Entwicklung des Energiebedarfs der UZH nach Energieträger (in GWh) im Vergleich zur Anzahl Studierender 1978–2025

Gemischtes Balken- und Liniendiagramm zeigt in der Linie die Entwicklung der Studierendenzahlen von 1980 bis 2025 sowie in den Balken die Höhe und Zusammensetzung des Energiebedarfs von 1980 bis 2025. Der Energiebedarf steigt zwar, aber weniger stark als die Studierendenzahlen steigen, dies zeigt einen Entkopplungseffekt. Im Verlauf von 2020 bis 2025 sinkt der Energiebedarf zudem.

Elektrizität

Seit 2019 wird durch den Einkauf von Zertifikaten der bezogene Elektrizitätsmix bilanziell von europäischen Wasserkraftwerken erzeugt. Grundsätzlich wird jeder UZH-Neubau mit einer Photovoltaik (PV)-Anlage ausgerüstet, sofern sich die Lage dafür eignet. 2025 hat die UZH 0.8 GWh Solarstrom produziert.
Die UZH setzt fortlaufend Massnahmen zur Reduktion des Elektrizitätsbedarfs um. Beispiele sind die Umrüstung von Beleuchtungsanlagen auf LED oder die Anpassung der Temperatur von Ultratiefkühlgeräten in UZH-Laboren. Messungen haben ergeben, dass eine Temperaturanhebung von –80 Grad Celsius auf –70 Grad Celsius pro Gerät zu 28 Prozent Energieeinsparung führen kann.

Wärmeversorgung und Kühlung

Ihren Wärmebedarf deckt die UZH hauptsächlich aus Fernwärme und Abwärmenutzung (aus der Kälteerzeugung). Die Fernwärme stammte 2025 primär vom Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz der Stadt Zürich (52 Prozent). Der Rest der Fernwärme stammt aus der CO2-intensiven Verbrennung von Erdgas (31 Prozent), gefolgt von Holz (15.7 Prozent) und Öl (1.1 Prozent). An Standorten ohne Fernwärmeanschluss wird der Wärmebedarf durch fossile Brennstoffe (Öl, Gas) gedeckt.
Der Bedarf an Kühlung wird grösstenteils durch eigene Kältemaschinen gedeckt. Deren Verbrauch wird im Elektrizitätsbedarf berücksichtigt. Nur ein geringer Teil muss zusätzlich eingekauft werden. 
Heizanlagen werden wenn möglich optimiert. Probeweise wurden zudem Fenster mit einer speziellen isolierenden Folie beklebt, um den Wärmeeinfall im Sommer zu reduzieren.

Mit dem Bau des am Campus Irchel geplanten Anergienetzes soll die Abwärme aus der Kälteerzeugung künftig in Erdsonden gespeichert und im Winter für die Heizung genutzt werden. So kann die UZH den Wärme- und Kältebedarf künftig nahezu selbst decken und somit den Bedarf an eingekaufter Fernwärme reduzieren. Der Bedarf an Kühlung wird grösstenteils durch eigene Kältemaschinen gedeckt (im Elektrizitätsbedarf berücksichtigt) und nur zu einem geringen Teil eingekauft.
mehr zum Anergienetz

Treibhausgasemissionen des Energiebedarfs

Die Treibhausgasemissionen des Energiebedarfs 2025 sind im Vergleich zu 2018 leicht angestiegen. Dies liegt insbesondere an den Emissionen der Fernwärme, da sich der Fernwärmemix 2025 im Vergleich zu 2018 verschlechtert hat: Der Kehrrichtanteil ist gesunken, während der Gasanteil angestiegen ist.

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Detaillierte Energiedaten in Tabellenform

Diese Tabellen sind optimiert für Screenreader. Auflösung der hochgestellten Zahlen erfolgt unterhalb der Überschrift Fussnoten.

Quellen

Für die Berechnung der Emissionen wurden folgende Quellen verwendet:

  • Elektrizität: Krebs, L., Frischknecht, R. 2021: Umweltbilanz Strommixe Schweiz 2018, treeze, im Auftrag des BAFU; Verteilung nach Scope 1-3 gemäss Alig, M., Tschümperlin, L., Frischknecht, R., 2017: Treibhausgasemissionen der Strom- und Fernwärmemixe Schweiz gemäss GHG Protocol, Treeze, im Auftrag von Sustainserv GmbH, UBS Fund Management, Die Schweizerische Post, pom+Consulting.
  • Fernwärme: gemäss KBOB, Fernwärmemix gemäss ERZ Daten
  • Erdgas, Biogas, Heizöl, Holz: KBOB, Ökobilanzdaten im Baubereich, 2009/1:2022, https://www.kbob.admin.ch/kbob/de/home/themen-leistungen/nachhaltiges-bauen/oekobilanzdaten_baubereich.html.

Energiebedarf 2014–2025 (in GWh, wenn nicht als Prozent ausgewiesen)1

Energie 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025

Veränderung seit 2015 in %

Gesamter Energiebedarf 98.9 109.3 113.5 108.9 112.2 107.3 107.7 +2
Strombedarf gesamt 61.8 63.7 64.5 62.4 65.4 63.7 62.1 –1
Wärmebedarf gesamt 37.12 45.6 49.0 46.5 46.8 43.6 45.6 +7

Energiebedarf nach Energieträger 2014–2025 (in GWh, wenn nicht als Prozent ausgewiesen)1 

Energieträger 2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025

Veränderung seit 2015 in %

Eingekaufter Strom 61.8 63.6 64.5 62.4 65.4 63.2 61.3 –2
Stromeigenproduktion aus Photovoltaik 0.002 0.067 0.073 0.152 0.330 0.474 0.758 +1547
Fernwärme 29.8 37.0 37.6 35.6 34.7 33.9 34.1 +1
Wärme aus Gas 5.8 7.2 9.9 9.8 10.1 9.0 10.7 +50
Wärme aus Heizöl 1.3 1.3 1.4 1.0 2.03 0.7 0.7 –47
Wärme aus Holz 0.2 0.2 0.2 0.1 0.1 0.1 0.1 –55

Anteil an Energie aus erneuerbaren Energieträgern 2014–2025 in Prozent

  2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025 Δ 2025/2015 Prozentpunkte 2025/2015
Energiebedarf gedeckt aus erneuerbaren Quellen gesamt 78.3 75.4 73.0 74.1 73.5 75.7 74.7 –1 –0.9
Anteil Elektrizität 100.0 100.0 100.0 100.04 100.0 100.0 100 0 0
Anteil Wärmeenergie5 42.2 41.1 37.5 39.3 36.4 40.1 40.3 +2 +0.7

Spezifische Energiebedarfe 2014–2025 (in MWh/Person)1

  2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025 Veränderung seit 2015 in %
Elektrizitätsbedarf pro Mitarbeiter*in (VZÄ) 9.9 9.8 9.5 8.6 8.9 8.0 7.7 –21
Elektrizitätsbedarf pro Student*in 2.4 2.5 2.5 2.3 2.3 2.2 2.2 –13
Wärmebedarf pro Mitarbeiter*in (VZÄ) 6.0 7.0 7.2 6.4 6.3 5.5 5.7 –14
Wärmebedarf pro Student*in 1.4 1.8 1.9 1.7 1.7 1.5 1.6 –5

Absolute THG-Emissionen des Energiebedarfs in Scope 1 nach Greenhouse Gas Protocol6  2014–2025 in t CO2e

  2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025 Veränderung seit 2015 in %
Scope 1 THG-Emissionen gesamt 1'389 1'608 2'018 1'710 1'948 1'256 1'415 –12
Heizöl 374 355 390 274 566 185 188 –47
Gas 1'014 1'252 1'628 1'436 1'382 1'072 1227 –1
Holz 0.5 0.5 0.5 0.2 0.2 0.2 0.2 –55

Absolute THG-Emissionen des Energiebedarfs in Scope 2 nach Greenhouse Gas Protocol7  2014–2025 in t CO2e

  2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025 Veränderung seit 2015 in %
Scope 2 THG-Emissionen gesamt 1'038 1'765 1'927 1'981 2'810 2'685 2'641 +71
Bezogene Elektrizität 33 34 34 275 288 279 271 +718
Bezogene Fernwärme 1'0063 1'732 1'893 1'706 2'522 2'405 2'370 +57

Absolute THG-Emissionen des Energiebedarfs in Scope 3 nach Greenhouse Gas Protocol8  2014–2025 in t CO2e

  2014 2016 2018 2020 2022 2024 2025 Veränderung seit 2015 in %
Scope 3 THG-Emissionen gesamt 2'102 2'644 2'795 2'668 3'206 2'986 2'992 +21
Bezogene Elektrizität 1'028 1'060 1'073 1'110 1'160 1'126 1'093 +4
Photovoltaik 0.1 2.8 3.0 6.3 13.7 19.8 31.6 +1547
Fernwärme 751 1'200 1'227 1'116 1'561 1'497 1'474 +42
Heizöl 56 53 58 41 84 27 28 –47
Gas 265 328 432 394 387 315 366 +12
Holz 1.5 1.5 1.5 0.7 0.6 0.6 0.7 –55

Fussnoten

1 Die Werte unterscheiden sich aufgrund von besserer Datenlage teilweise von den Werten aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2024.
2 Der geringe Wärmebedarf im Vergleichsjahr 2014 ist auf hohe Durchschnittstemperaturen in diesem Jahr zurückzuführen.
3 2022 kam es zu einem Anstieg des Ölverbrauchs, da die UZH aufgrund der Energiemangellage dazu angehalten wurde, sogenannte Zweistoffanlagen mit Öl anstelle von Gas zu betreiben.
4 Seit 2019 wird durch den Einkauf von Zertifikaten der bezogene Elektrizitätsmix bilanziell von europäischen Wasserkraftwerken erzeugt.
5 Annahme: 50 Prozent der Energie aus Kehrichtverbrennung werden als erneuerbar gerechnet, 100 Prozent der Energie aus Holz.
6 Scope 1 umfasst direkte Emissionen, die eine Folge des eigenen Brenn- und Treibstoffverbrauchs sind, beispielsweise von Heizöl für Heizungsanlagen. Die Werte von 2022 und 2024 unterscheiden sich aufgrund von besserer Datenlage teilweise von den Werten aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2024.
7 Scope 2 umfasst indirekte THG-Emissionen, die durch den Bezug von Energie, zum Beispiel von Elektrizität oder Fernwärme, in der Energiebereitstellungskette entstehen.
8  Scope 3 umfasst weitere indirekte Emissionen, die der Einkauf von Verbrauchs- und Investitionsgütern oder von Dienstleistungen (z.B. Labormaterial, Flugreisen) verursacht. In diesen Fällen entstehen die THG-Emissionen bei Herstellung, Transport und Entsorgung der Sachgüter oder bei der Erbringung der Dienstleistung. Die Werte von 2022 und 2024 unterscheiden sich aufgrund von besserer Datenlage teilweise von den Werten aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2024.

 

Frischwasserverbrauch der UZH (in m3) im Vergleich zur Anzahl Studierender und Mitarbeitender von 2008–2025

Kombination aus Flächen- und Liniendiagramm, Es zeigt den Frischwasserverbrauch der UZH in Kubikmetern im Vergleich zur Anzahl Studierender und Mitarbeitender von 2008 bis 2025. Der Frischwasserverbrauch ist seit Beginn der Aufzeichnung immer weiter gesunken, zwischendurch auch immer wieder einmal gestiegen, aber nie mehr auf das Ausgangsniveau von 2008. Die Linien zeigen, dass die Studierenden- und Mitarbeitendenzahlen immer weiter ansteigen. Dass trotz dieses Personenanstieges, der Frischwasserverbrauch stetig sinkt, ist bemerkenswert.

2025 verbrauchte die UZH circa 257'000 Kubikmeter Wasser. Seit 2018 ist der Frischwasserverbrauch trotz wachsender Anzahl von Mitarbeitenden und Studierenden deutlich zurückgegangen. Nach einer Reduktion aufgrund der Pandemie im Jahr 2021, steigt der Verbrauch seit 2022 wieder an.

Quelle: Teile dieses Textes wurden ähnlich erstmals im Nachhaltigkeitsbericht 2021/2022 veröffentlicht und für diese Webseite stetig aktualisiert.