Energie & Wasser
Der von der UZH genutzte Raum muss kontinuierlich geheizt, gekühlt, beleuchtet, gewartet und mit Frischwasser versorgt werden, um den UZH Betrieb sicherzustellen. Dies verbraucht Energie sowie Wasser und erzeugt Emissionen zusätzlich zu den Emissionen, die durch den Bau und die Instandhaltung von Gebäuden entstehen (siehe mehr dazu auf der verlinkten Seite).
zur Seite Gebäude der UZH
Seiteninhalt
- Energiebedarf der UZH
- Entwicklung des Energiebedarfs der UZH nach Energieträger (in GWh) im Vergleich zur Anzahl Studierender 1978–2025
- Treibhausgasemissionen des Energiebedarfs
- Detaillierte Energiedaten in Tabellenform
- Frischwasserverbrauch der UZH (in m3) im Vergleich zur Anzahl Studierender und Mitarbeitender von 2008–2025
Energiebedarf der UZH
Zwischen der UZH und dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich besteht eine massnahmenbasierte Zielvereinbarung, den Energieverbrauch im Zeitraum 2018–2027 zu senken. Die UZH erfüllt diese Zielvereinbarung seit 2018, so auch 2023 und 2024.
Der Energiebedarf 2025 ist im Langzeitvergleich mit 2015 gestiegen, jedoch stieg im selben Zeitaum die Anzahl Studierender und Mitarbeitender deutlich an. Der Anteil erneuerbarer Energien ist seit 2015 relativ konstant.
Der spezifische Elektrizitätsbedarf pro Mitarbeiter*in bzw. pro Student*in konnte seit 2015 gesenkt werden. Auch der spezifische Wärmebedarf pro Mitarbeiter*in bzw. pro Student*in konnte im Vergleich zu 2015 gesenkt werden.
Entwicklung des Energiebedarfs der UZH nach Energieträger (in GWh) im Vergleich zur Anzahl Studierender 1978–2025
Elektrizität
Seit 2019 wird durch den Einkauf von Zertifikaten der bezogene Elektrizitätsmix bilanziell von europäischen Wasserkraftwerken erzeugt. Grundsätzlich wird jeder UZH-Neubau mit einer Photovoltaik (PV)-Anlage ausgerüstet, sofern sich die Lage dafür eignet. 2025 hat die UZH 0.8 GWh Solarstrom produziert.
Die UZH setzt fortlaufend Massnahmen zur Reduktion des Elektrizitätsbedarfs um. Beispiele sind die Umrüstung von Beleuchtungsanlagen auf LED oder die Anpassung der Temperatur von Ultratiefkühlgeräten in UZH-Laboren. Messungen haben ergeben, dass eine Temperaturanhebung von –80 Grad Celsius auf –70 Grad Celsius pro Gerät zu 28 Prozent Energieeinsparung führen kann.
Wärmeversorgung und Kühlung
Ihren Wärmebedarf deckt die UZH hauptsächlich aus Fernwärme und Abwärmenutzung (aus der Kälteerzeugung). Die Fernwärme stammte 2025 primär vom Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz der Stadt Zürich (52 Prozent). Der Rest der Fernwärme stammt aus der CO2-intensiven Verbrennung von Erdgas (31 Prozent), gefolgt von Holz (15.7 Prozent) und Öl (1.1 Prozent). An Standorten ohne Fernwärmeanschluss wird der Wärmebedarf durch fossile Brennstoffe (Öl, Gas) gedeckt.
Der Bedarf an Kühlung wird grösstenteils durch eigene Kältemaschinen gedeckt. Deren Verbrauch wird im Elektrizitätsbedarf berücksichtigt. Nur ein geringer Teil muss zusätzlich eingekauft werden.
Heizanlagen werden wenn möglich optimiert. Probeweise wurden zudem Fenster mit einer speziellen isolierenden Folie beklebt, um den Wärmeeinfall im Sommer zu reduzieren.
Mit dem Bau des am Campus Irchel geplanten Anergienetzes soll die Abwärme aus der Kälteerzeugung künftig in Erdsonden gespeichert und im Winter für die Heizung genutzt werden. So kann die UZH den Wärme- und Kältebedarf künftig nahezu selbst decken und somit den Bedarf an eingekaufter Fernwärme reduzieren. Der Bedarf an Kühlung wird grösstenteils durch eigene Kältemaschinen gedeckt (im Elektrizitätsbedarf berücksichtigt) und nur zu einem geringen Teil eingekauft.
mehr zum Anergienetz
Treibhausgasemissionen des Energiebedarfs
Die Treibhausgasemissionen des Energiebedarfs 2025 sind im Vergleich zu 2018 leicht angestiegen. Dies liegt insbesondere an den Emissionen der Fernwärme, da sich der Fernwärmemix 2025 im Vergleich zu 2018 verschlechtert hat: Der Kehrrichtanteil ist gesunken, während der Gasanteil angestiegen ist.
Detaillierte Energiedaten in Tabellenform
Diese Tabellen sind optimiert für Screenreader. Auflösung der hochgestellten Zahlen erfolgt unterhalb der Überschrift Fussnoten.
Quellen
Für die Berechnung der Emissionen wurden folgende Quellen verwendet:
- Elektrizität: Krebs, L., Frischknecht, R. 2021: Umweltbilanz Strommixe Schweiz 2018, treeze, im Auftrag des BAFU; Verteilung nach Scope 1-3 gemäss Alig, M., Tschümperlin, L., Frischknecht, R., 2017: Treibhausgasemissionen der Strom- und Fernwärmemixe Schweiz gemäss GHG Protocol, Treeze, im Auftrag von Sustainserv GmbH, UBS Fund Management, Die Schweizerische Post, pom+Consulting.
- Fernwärme: gemäss KBOB, Fernwärmemix gemäss ERZ Daten
- Erdgas, Biogas, Heizöl, Holz: KBOB, Ökobilanzdaten im Baubereich, 2009/1:2022, https://www.kbob.admin.ch/kbob/de/home/themen-leistungen/nachhaltiges-bauen/oekobilanzdaten_baubereich.html.
Energiebedarf 2014–2025 (in GWh, wenn nicht als Prozent ausgewiesen)1
| Energie | 2014 | 2016 | 2018 | 2020 | 2022 | 2024 | 2025 |
Veränderung seit 2015 in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamter Energiebedarf | 98.9 | 109.3 | 113.5 | 108.9 | 112.2 | 107.3 | 107.7 | +2 |
| Strombedarf gesamt | 61.8 | 63.7 | 64.5 | 62.4 | 65.4 | 63.7 | 62.1 | –1 |
| Wärmebedarf gesamt | 37.12 | 45.6 | 49.0 | 46.5 | 46.8 | 43.6 | 45.6 | +7 |
Energiebedarf nach Energieträger 2014–2025 (in GWh, wenn nicht als Prozent ausgewiesen)1
| Energieträger | 2014 | 2016 | 2018 | 2020 | 2022 | 2024 | 2025 |
Veränderung seit 2015 in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eingekaufter Strom | 61.8 | 63.6 | 64.5 | 62.4 | 65.4 | 63.2 | 61.3 | –2 |
| Stromeigenproduktion aus Photovoltaik | 0.002 | 0.067 | 0.073 | 0.152 | 0.330 | 0.474 | 0.758 | +1547 |
| Fernwärme | 29.8 | 37.0 | 37.6 | 35.6 | 34.7 | 33.9 | 34.1 | +1 |
| Wärme aus Gas | 5.8 | 7.2 | 9.9 | 9.8 | 10.1 | 9.0 | 10.7 | +50 |
| Wärme aus Heizöl | 1.3 | 1.3 | 1.4 | 1.0 | 2.03 | 0.7 | 0.7 | –47 |
| Wärme aus Holz | 0.2 | 0.2 | 0.2 | 0.1 | 0.1 | 0.1 | 0.1 | –55 |
Anteil an Energie aus erneuerbaren Energieträgern 2014–2025 in Prozent
| 2014 | 2016 | 2018 | 2020 | 2022 | 2024 | 2025 | Δ 2025/2015 | Prozentpunkte 2025/2015 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiebedarf gedeckt aus erneuerbaren Quellen gesamt | 78.3 | 75.4 | 73.0 | 74.1 | 73.5 | 75.7 | 74.7 | –1 | –0.9 |
| Anteil Elektrizität | 100.0 | 100.0 | 100.0 | 100.04 | 100.0 | 100.0 | 100 | 0 | 0 |
| Anteil Wärmeenergie5 | 42.2 | 41.1 | 37.5 | 39.3 | 36.4 | 40.1 | 40.3 | +2 | +0.7 |
Spezifische Energiebedarfe 2014–2025 (in MWh/Person)1
| 2014 | 2016 | 2018 | 2020 | 2022 | 2024 | 2025 | Veränderung seit 2015 in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Elektrizitätsbedarf pro Mitarbeiter*in (VZÄ) | 9.9 | 9.8 | 9.5 | 8.6 | 8.9 | 8.0 | 7.7 | –21 |
| Elektrizitätsbedarf pro Student*in | 2.4 | 2.5 | 2.5 | 2.3 | 2.3 | 2.2 | 2.2 | –13 |
| Wärmebedarf pro Mitarbeiter*in (VZÄ) | 6.0 | 7.0 | 7.2 | 6.4 | 6.3 | 5.5 | 5.7 | –14 |
| Wärmebedarf pro Student*in | 1.4 | 1.8 | 1.9 | 1.7 | 1.7 | 1.5 | 1.6 | –5 |
Absolute THG-Emissionen des Energiebedarfs in Scope 1 nach Greenhouse Gas Protocol6 2014–2025 in t CO2e
| 2014 | 2016 | 2018 | 2020 | 2022 | 2024 | 2025 | Veränderung seit 2015 in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Scope 1 THG-Emissionen gesamt | 1'389 | 1'608 | 2'018 | 1'710 | 1'948 | 1'256 | 1'415 | –12 |
| Heizöl | 374 | 355 | 390 | 274 | 566 | 185 | 188 | –47 |
| Gas | 1'014 | 1'252 | 1'628 | 1'436 | 1'382 | 1'072 | 1227 | –1 |
| Holz | 0.5 | 0.5 | 0.5 | 0.2 | 0.2 | 0.2 | 0.2 | –55 |
Absolute THG-Emissionen des Energiebedarfs in Scope 2 nach Greenhouse Gas Protocol7 2014–2025 in t CO2e
| 2014 | 2016 | 2018 | 2020 | 2022 | 2024 | 2025 | Veränderung seit 2015 in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Scope 2 THG-Emissionen gesamt | 1'038 | 1'765 | 1'927 | 1'981 | 2'810 | 2'685 | 2'641 | +71 |
| Bezogene Elektrizität | 33 | 34 | 34 | 275 | 288 | 279 | 271 | +718 |
| Bezogene Fernwärme | 1'0063 | 1'732 | 1'893 | 1'706 | 2'522 | 2'405 | 2'370 | +57 |
Absolute THG-Emissionen des Energiebedarfs in Scope 3 nach Greenhouse Gas Protocol8 2014–2025 in t CO2e
| 2014 | 2016 | 2018 | 2020 | 2022 | 2024 | 2025 | Veränderung seit 2015 in % | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Scope 3 THG-Emissionen gesamt | 2'102 | 2'644 | 2'795 | 2'668 | 3'206 | 2'986 | 2'992 | +21 |
| Bezogene Elektrizität | 1'028 | 1'060 | 1'073 | 1'110 | 1'160 | 1'126 | 1'093 | +4 |
| Photovoltaik | 0.1 | 2.8 | 3.0 | 6.3 | 13.7 | 19.8 | 31.6 | +1547 |
| Fernwärme | 751 | 1'200 | 1'227 | 1'116 | 1'561 | 1'497 | 1'474 | +42 |
| Heizöl | 56 | 53 | 58 | 41 | 84 | 27 | 28 | –47 |
| Gas | 265 | 328 | 432 | 394 | 387 | 315 | 366 | +12 |
| Holz | 1.5 | 1.5 | 1.5 | 0.7 | 0.6 | 0.6 | 0.7 | –55 |
Fussnoten
1 Die Werte unterscheiden sich aufgrund von besserer Datenlage teilweise von den Werten aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2024.
2 Der geringe Wärmebedarf im Vergleichsjahr 2014 ist auf hohe Durchschnittstemperaturen in diesem Jahr zurückzuführen.
3 2022 kam es zu einem Anstieg des Ölverbrauchs, da die UZH aufgrund der Energiemangellage dazu angehalten wurde, sogenannte Zweistoffanlagen mit Öl anstelle von Gas zu betreiben.
4 Seit 2019 wird durch den Einkauf von Zertifikaten der bezogene Elektrizitätsmix bilanziell von europäischen Wasserkraftwerken erzeugt.
5 Annahme: 50 Prozent der Energie aus Kehrichtverbrennung werden als erneuerbar gerechnet, 100 Prozent der Energie aus Holz.
6 Scope 1 umfasst direkte Emissionen, die eine Folge des eigenen Brenn- und Treibstoffverbrauchs sind, beispielsweise von Heizöl für Heizungsanlagen. Die Werte von 2022 und 2024 unterscheiden sich aufgrund von besserer Datenlage teilweise von den Werten aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2024.
7 Scope 2 umfasst indirekte THG-Emissionen, die durch den Bezug von Energie, zum Beispiel von Elektrizität oder Fernwärme, in der Energiebereitstellungskette entstehen.
8 Scope 3 umfasst weitere indirekte Emissionen, die der Einkauf von Verbrauchs- und Investitionsgütern oder von Dienstleistungen (z.B. Labormaterial, Flugreisen) verursacht. In diesen Fällen entstehen die THG-Emissionen bei Herstellung, Transport und Entsorgung der Sachgüter oder bei der Erbringung der Dienstleistung. Die Werte von 2022 und 2024 unterscheiden sich aufgrund von besserer Datenlage teilweise von den Werten aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2024.
Frischwasserverbrauch der UZH (in m3) im Vergleich zur Anzahl Studierender und Mitarbeitender von 2008–2025
2025 verbrauchte die UZH circa 257'000 Kubikmeter Wasser. Seit 2018 ist der Frischwasserverbrauch trotz wachsender Anzahl von Mitarbeitenden und Studierenden deutlich zurückgegangen. Nach einer Reduktion aufgrund der Pandemie im Jahr 2021, steigt der Verbrauch seit 2022 wieder an.
Quelle: Teile dieses Textes wurden ähnlich erstmals im Nachhaltigkeitsbericht 2021/2022 veröffentlicht und für diese Webseite stetig aktualisiert.