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Labore der UZH

Die Arbeit in Laboren verursacht einen relevanten Teil der Umweltbelastung der UZH, vor allem durch das grosse Abfallaufkommen und den hohen Energieverbrauch. Daher ist es wichtig, dass Labor-Nutzende sich der negativen Auswirkungen auf Umwelt und Klima bewusst werden und nachhaltige Lösungen suchen. Dies kann dazu beitragen, den ökologischen Fussabdruck der Labore zu reduzieren.

Green Labs

Die Greenlab Zürich Gruppe ist eine Inititative von Studierenden, Doktorierenden, PostDocs und Gruppenleitenden der UZH und ETHZ. Sie tauschen sich über Nachhaltigkeit in Laboren aus und versuchen dieses Thema in den Forschungsgruppen, Instituten und Universitäten zu stärken. Seit ihrer Gründung 2021 konnten sie zur Sensibilisierung des Themas beitragen – unter anderem durch zahlreiche Vorträge bei Institutsveranstaltungen, Flyer mit Beispielen für Massnahmen, einen Newsletter sowie eine Nachhaltigkeitschallenge für Labore. Die Greenlab Zürich Gruppe arbeitet eng mit den Nachhaltigkeitsstellen der UZH und ETHZ sowie dem Swiss Network for Green Labs zusammen.
zur Greenlab Zürich Gruppe

LEAF Zertifizierung

Das vom University College London entwickelte Zertifizierungsprogramm Laboratory Efficiency Assessment Framework (LEAF) ermöglicht es den Mitarbeitenden in Laboren, diese anhand eines Fragenkatalogs auf Nachhaltigkeit zu evaluieren. Eingeführt wurde LEAF an der UZH durch die Greenlab Zürich Gruppe, mit Unterstützung des Sustainability Hubs und des Make Irchel More Sustainable Grants. Durch die Teilnahme an LEAF können Labormitarbeitende Massnahmen kennenlernen,um ihre tägliche Arbeit nachhaltiger gestalten zu können. Ein dazugehöriges Tool berechnet die Einsparung von Treibhausgas-Emissionen und Kosten.

Die Teilnahme an LEAF liefert der UZH wichtige Daten zur Wirksamkeit von Energiesparmassnahmen. Besonders grosses Potenzial besteht bei den rund 500 Ultratiefkühlgeräten. Deren Energieverbrauch kann beispielsweise durch Temperaturanpassung von –80 Grad Celsius auf –70 Grad Celsius sowie durch das Entsorgen unbrauchbarer Proben und regelmäßiges Entfrosten gesenkt werden. Der Austausch ineffizienter Geräte könnte zum Teil sogar bis zu 50 Prozent Energie sparen.
zum LEAF Programm an der UZH

Rezyklieren von Pipettenboxen

An der UZH werden in der Forschung zahlreiche Produkte aus Kunststoff verwendet, darunter auch Pipetten-Boxen. Diese dienen in der Regel nur als Verpackung und Spender. Viele davon werden wiederverwendet, was nachhaltig, aber leider nicht immer möglich ist. Engagierte Mitarbeitende des Materialzentrums haben ein Projekt umgesetzt, bei dem die nicht mehr verwendeten Pipetten-Boxen gesammelt und von einem externen Unternehmen geschreddert werden. Daraus stellt ein externes Recyclingunternehmen nun neue Produkte her, die im Materialshop der UZH wieder angeboten werden. Bei diesem Projekt stand neben dem Umweltschutzgedanken auch die Schaffung von Vertrauen in Recyclingprozesse im Vordergrund. Wie die nicht wiederverwendeten Boxen rezykliert und zu welchen neuen Produkten sie umgewandelt werden, sehen Sie im Video unten.

TipWash

Das Projekt Reusing Plastic Disposables: Automated Pipette Tip Washing (TipWash) erforscht das Potenzial der Wiederverwendung von Pipettenspitzen, um die Arbeit im Labor nachhaltiger und gleichzeitig kosteneffizienter zu gestalten und nutzt dafür die UZH als Reallabor.
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