Forschung zu Themen der nachhaltigen Entwicklung
Mehrere Universitäre Forschungsschwerpunkte (UFSP) und Kompetenzzentren sowie weitere Forschungskooperationen, -gruppen und -netzwerke der UZH leisten spezifische Beiträge zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen.
Wir können an dieser Stelle nur Forschungsvorhaben auf der Ebene Einheiten, Zentren oder Netzwerke aufführen. Denn es existiert bisher keine Datenquelle, die eine Gesamterhebung aller Einzelbestrebungen an der UZH ermöglicht.
Aktuelle Informationen zu Forschung mit Nachhaltigkeitsbezug und Aspekte der Nachhaltigkeit im Forschungsprozess finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht.
Nachhaltigkeitsbericht
Seiteninhalt
- Universitäre Forschungsschwerpunkte (UFSP)
- UFSP Equality of Opportunity
- UFSP Finanzmarktregulierung (2024 abgeschlossen) – Neu: Center for Financial Market Regulation
- UFSP Globaler Wandel und Biodiversität (2024 abgeschlossen)
- UFSP LightChEC (2024 abgeschlossen)
- UFSP Soziale Netzwerke (2024 abgeschlossen)
- Kompetenzzentren
- Center for Crisis Competence (CCC)
- Competence Center of Sustainability: Finance, Law, Sciences, and the Humanities
- Citizen Science Zurich (CSZ)
- Kompetenzzentrum Menschenrechte (MRZ)
- Zurich-Basel Plant Science Center (PSC)
- Weitere Forschungszentren, -gruppen, -kooperationen und -netzwerke
Universitäre Forschungsschwerpunkte (UFSP)
UFSP Equality of Opportunity
Die zunehmende wirtschaftliche und soziale Ungleichheit ist zu einem wichtigen Diskussionsthema in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft geworden. Die Vereinten Nationen haben die Verringerung von Ungleichheiten als Nachhaltigkeitsziel definiert (SDG 10). Der UFSP «Equality of Opportunity» erforscht seit 2021, welche Faktoren zu Ungleichheiten zwischen Bevölkerungsgruppen führen können. Der UFSP verbindet drei Fakultäten. Interdisziplinär arbeiten Forschende aus den Disziplinen Wirtschaft, Recht, Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie zusammen.
zur Kurzübersicht des UFSP Equality of Opportunity
zur Webseite des UFSP Equality of Opportunity
UFSP Finanzmarktregulierung (2024 abgeschlossen) – Neu: Center for Financial Market Regulation
Der UFSP Finanzmarktregulierung nahm 2013 seine Arbeit auf und hatte eine Laufzeit von 12 Jahren. Er beleuchtete bestehende Konzepte zur Regulierung von Finanzmärkten und analysierte nationale und internationale Regulierungsvorhaben und -bedürfnisse. Nachhaltigkeitsthemen und entsprechende Finanzanlagen prägen den nationalen und internationalen Finanzmarkt und somit die Arbeit dieses UFSPs. Mehrere UFSP-Mitglieder widmeten sich in ihrer Forschung nachhaltigen Finanzanlagen, sowohl in der Vermögensverwaltung, der Anlageberatung als auch bei Pensionskassen und Versicherungen.
Die Aktivitäten dieses UFSP werden ab 2025 unter der Leitung von Thorsten Hens (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät), Rolf Sethe (Rechtswissenschaftliche Fakultät) und Aline Darbellay (Rechtswissenschaftliche Fakultät) im Center for Financial Market Regulation (CFMR) verstetigt und fortgesetzt.
zur UZH News «Regulierung allein kann die nächste Krise nicht verhindern»
zur Webseite des Center for Financial Market Regulation
UFSP Globaler Wandel und Biodiversität (2024 abgeschlossen)
Die Auswirkungen des Biodiversitätsverlustes auf Umwelt und Gesellschaft sind bisher nicht ausreichend untersucht. Der UFSP Globaler Wandel und Biodiversität erforschte seit 2013 während 12 Jahren Rückkopplungsmechanismen zwischen Biodiversitätsverlust und globalem Wandel auf verschiedenen Ebenen. Innerhalb des UFSP wurden 31 Forschungsprojekte zu den Auswirkungen des globalen Wandels auf die biologische Vielfalt, zur Multifunktionalität von Ökosystemen oder zur Bewertung von Biodiversität initiiert.
zur UZH News «Biodiversität ist unsere Lebensversicherung»
zur Webseite des UFSP Global Change and Biodiversity
UFSP LightChEC (2024 abgeschlossen)
Für die zukünftige, stabile Energieversorgung müssen fossile Energieträger mit nachhaltigen Energieformen ersetzt werden. Der UFSP LightChEC startete 2013 und hatte eine Laufzeit von 12 Jahren. Dieser Forschungsschwerpunkt hatte das Ziel, mit neuartigen Materialien und Prozessen Energie aus dem Sonnenlicht ohne Umwege als Wasserstoff zu speichern. Dazu arbeiteten Chemiker*innen, Physiker*innen und Materialwissenschaftler*innen interdisziplinär an den Grundlagen und Mechanismen der künstlichen Fotosynthese. Hierbei wird mithilfe von Katalysatoren Wasser durch Sonnenlicht in H2 (Wasserstoff) und O2 (Sauerstoff) zerlegt. Der entstehende Wasserstoff kann vielfältige Aufgaben übernehmen, z. B. als alternativer Energieträger in schwer zu dekarbonisierenden Sektoren oder auch zur saisonalen Energiespeicherung.
zur UZH News «Die Katalysatoren für uns arbeiten lassen»
zur Webseite des UFSP LightChEC
UFSP Soziale Netzwerke (2024 abgeschlossen)
Der UFSP Soziale Netzwerke startete 2013 und hatte eine Laufzeit von 12 Jahren. Soziale Netzwerke beeinflussen massgeblich, wie Menschen und Unternehmen in einer Gesellschaft interagieren. Der UFSP Soziale Netzwerke betrachtete diese Interaktion sowie den Zusammenhang zwischen sozialen Strukturen und ökonomischem Handeln. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Förderung von nachhaltigem Verhalten in sozialen Netzwerken. Es wurde am Beispiel von CO2-Kompensationszahlungen untersucht, wie der Wertewandel von Individuen in sozialen Netzwerken vor sich geht und wie nachhaltiges Verhalten gefördert werden kann.
zur UZH News Wertewandel und Nachhaltigkeit
zur Webseite des UFSP Soziale Netzwerke
Kompetenzzentren
Center for Crisis Competence (CCC)
Das 2021 gegründete CCC bringt Expert*innen aller sieben Fakultäten zusammen. Es strebt eine führende Rolle bei der Förderung interdisziplinärer Forschung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Bewältigung von Krisen aller Art an. Krisen gefährden die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. Investitionen in Krisenresilienz leisten deshalb einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Grundvoraussetzung für solche Investitionen ist ein fundiertes Verständnis über die Natur von Krisen und von Wegen, mit diesen umzugehen. Im transdisziplinären Projekt «Agora - städtische Krisenkompetenz» fördert das CCC beispielsweise den Dialog zwischen Wissenschaft, Stadt und Bevölkerung.
zur Webseite des CCC
Competence Center of Sustainability: Finance, Law, Sciences, and the Humanities
Das 2020 gegründete Competence Center of Sustainability widmet sich der interdisziplinären Forschung im Bereich der nachhaltigen Finanzen. Eine Kernaufgabe ist die Vermittlung von akademischem Wissen an die Öffentlichkeit. Das Zentrum vereint Forschung aus dem Bankwesen, der Finanzwissenschaft, der Informatik, der Geografie, der Mathematik, dem Recht, der Psychologie, der Philosophie und der Politikwissenschaft und fördert Transdisziplinarität durch regelmässige Treffen.
zur Webseite des Competence Center of Sustainability...
Citizen Science Zurich (CSZ)
Das CSZ ist eine gemeinsame Initiative der UZH und der ETH Zürich, unterstützt von der Stiftung Mercator Schweiz. Das CSZ fördert und unterstützt die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Citizen Science-Projekten in allen Bereichen der Wissenschaft, indem es Forschende und Bürger*innen in verschiedene Formen der partizipativen Forschung einbindet.
Das CSZ zielt darauf ab, das Potenzial von Citizen Science für die Umsetzung der UN Sustainable Development Goals nutzbar zu machen. Es stellt die Methodik und Instrumente für eine effektive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bereit. Darüber hinaus ermutigt das CSZ alle, die sich mit Citizen Science beschäftigen, ihre Fähigkeiten zu erweitern und Kompetenzen für partizipative Forschung zu erwerben. Das Kursangebot des CSZ deckt daher ein breites Spektrum ab – von der Einführung in Citizen Science bis hin zur Entwicklung spezifischer Kompetenzen, die für die Planung, Umsetzung und Evaluation partizipativer Citizen Science-Projekte erforderlich sind.
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Kompetenzzentrum Menschenrechte (MRZ)
Das seit März 2009 bestehende MRZ der UZH ist ein wissenschaftliches Netzwerk zum Zweck der Förderung und Koordination von Forschung, Lehre und Wissenstransfer im Bereich Menschen-rechte. Es bündelt und fördert vorhandene Kompetenzen in der interdisziplinären und interfakul-tären Forschung und trägt damit dazu bei, das bestehende Wissen weiterzuentwickeln sowie im Rahmen einer Transferplattform für die Gesellschaft zu erschliessen.
Das MRZ trägt durch seine Forschungstätigkeit, seine Dienstleistungen und öffentlichen Veran-staltungen zum Diskurs über nachhaltige Entwicklung bei. Ein Fokus liegt dabei auf dem regel-mässigen Austausch mit der Öffentlichkeit sowie mit Entscheidungsverantwortlichen in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Themen des MRZ sind z. B. verantwortungsvolles Unterneh-mer*innentum, Menschenrechte in der Schokoladenindustrie, Privatsphäre und Digitalisierung, Menschenhandel und Prostitution in der Schweiz oder die Rolle der Schweiz im UNO-Sicherheitsrat.
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Zurich-Basel Plant Science Center (PSC)
Das PSC ist ein Kompetenzzentrum, das die pflanzenwissenschaftliche Forschungsgemeinschaft der Universitäten Zürich und Basel sowie der ETH Zürich verbindet und unterstützt. Die Aktivitäten des PSC sind in Form und Inhalt stark mit Aspekten der nachhaltigen Entwicklung verknüpft. So werden einerseits starke Forschungspartnerschaften sowie der Austausch mit der Öffentlichkeit gefördert:
- Förderung der Forschung in den Pflanzenwissenschaften auf allen Ebenen von der Molekül- bis zur Landschaftsforschung
- Erleichterung der Zusammenarbeit und Stärkung der Forschungssynergien auf nationaler und internationaler Ebene
- Initiierung und Unterstützung inter- und transdisziplinärer Forschung, um so neue Horizonte zu erschliessen
- Intensivierung der Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Politik und Regierung
- Förderung des Dialogs mit der Öffentlichkeit durch wissenschaftliche Sichtweise zu sozialen, wirtschaftlichen und politischen Themen
Andererseits legt das PSC auch Wert auf hochwertige Bildung für Nachwuchsforschende:
- Sicherung zukünftiger Kompetenzen im Bereich der Pflanzenwissenschaften durch Bereitstellung exzellenter Lehr- und Ausbildungsprogramme für Doktorierende
- Entwicklung der Lehrpläne in der Pflanzenwissenschaftsausbildung durch innovative Lernkonzepte, Materialien und Kurse
Weiterhin leistet die Arbeit des PSC einen unmittelbaren Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit der Natur:
- Anwendung der Ergebnisse der pflanzenwissenschaftlichen Forschung und Schaffung von Mehrwert für Ökosystemmanagement, nachhaltige Landwirtschaft und Umweltschutz
- Begleitung gesellschaftlicher Transformationsbewegungen mit wissenschaftlichen Grundlagen und Werkzeugen insbesondere in den Bereichen Ernährungsbildung und Naturbildung.
Weitere Forschungszentren, -gruppen, -kooperationen und -netzwerke
- AgroVet-Strickhof
- bioDISCOVERY
- Center for Child Well-Being and Development
- Center for Responsibility in Finance
- Center for Sustainable Finance and Private Wealth
- EClim Research Group on Environment and Climate
- Ethik-Zentrum (EZEN)
- Initiative in Sustainable Finance
- Jacobs Center for Productive Youth Development
- Netzwerk für Interdisziplinäre Klimaforschung
- One Health Institute
- Sustainability Community der Digital Society Initiative
- World Glacier Monitoring Service
- Zentrum für Demokratie Aarau
- Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik
- Zurich Knowledge Center for Sustainable Development (ZKSD)