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Nachhaltigkeit

Die UZH als Reallabor

Die UZH stellt sich ihren Forschenden, Mitarbeitenden und Studierenden als Reallabor zur Verfügung, um innovative Massnahmen für einen nachhaltigen Betrieb zu ermöglichen. In transdisziplinären Teams werden Massnahmen für einen nachhaltigen Betrieb entwickelt und erprobt.

Sie wünschen sich Beratung zum Thema Reallabor oder haben ein bestehendes Projekt, das auf dieser Seite fehlt, dann schreiben Sie uns gerne an
info(at)sustainability.uzh.ch.
 

Reallabor-Ausschreibung 2023

Bis 30. Juni 2023 konnten sich UZH-Forschende gemeinsam mit Mitarbeitenden aus dem technischen oder administrativen Bereich um eine Projektförderung bewerben. Dem Konsortium musste mindestens eine Person aus jeder Gruppe angehören. Studierende (z. B. im Rahmen von Abschlussarbeiten) und externe Kooperationspartner*innen konnten ebenfalls einbezogen werden. Fünf Projekte wurden für eine Förderung ausgewählt. 
zur UZH-News

Im Folgenden werden die ausgewählten Reallabor-Projekte kurz vorgestellt. Diese  Projektinformationen werden stetig aktualisiert. Wir werden wichtige Ereignisse auch über unserenNewsletter bekanntgeben.

rotes Flugzeug fliegt über hellgrüne Erde, stösst graue Emissionswolken aus, Flugzeug wird von rechts mit Schlauch betankt

Successful trajectories for reducing flight-related greenhouse gas emissions at UZH (RED-UZH)

Projektteam: Thomas Widmer, Marian Bohl, Oliver Strijbis
Laufzeit: 2 Jahre
Fördersumme: 100'000 CHF
Beteiligte Einheiten: UZH Institut für Politikwissenschaft (IPZ), Dekanat Philosophische Fakultät (PhF), Franklin University Switzerland
Kontakt: thow(at)ipz.uzh.ch

Die Fakultäten der UZH haben vielfältige Massnahmen zur Reduktion der flugbedingten Treibhausgasemissionen ergriffen. Das Projekt RED-UZH hat das Ziel, diese verschiedenen Massnahmen zu evaluieren. Dabei werden der Informationsstand, die Akzeptanz sowie die Auswirkungen der Massnahmen auf das Reiseverhalten und das Klimabewusstsein mittels leitfadengestützter Interviews, Auswertung bestehender Daten sowie standardisierter Online-Befragungen analysiert. Auf Basis der Befunde formuliert das Projekt Empfehlungen zuhanden von Entscheidungsträger*innen und kann so zu den Grundlagen zur Erreichung der Klimaneutralitätsziele der UZH beitragen. Das Projekt ist zudem modellhaft für andere Bildungseinrichtungen und Organisationen, die ähnliche Emissionsreduktionsziele verfolgen, und leistet einen Beitrag zur wissenschaftlichen Debatte über die Akzeptanz und Wirksamkeit entsprechender Massnahmen.

3D-Karte des Campus Irchel, generiert nach einem Flug im Mai 2018 von structure for motion image processing, abgebildet sind Grünflächen, Bäume, Gebäude, Strassen und Wege von schräg oben

Greening up UZH for climate (Green4Clim)

Projektteam: Eugenie Paul-Limoges, Maria J. Santos, Felix Morsdorf, Alain Schneuwly
Laufzeit: 1 Jahr
Fördersumme: 100'000 CHF
Beteiligte Einheiten: UZH Geographisches Institut (GIUZ), UZH Betriebsdienst Irchel (BDI), Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)
Kontakt: maria.j.santos(at)geo.uzh.ch

Green4Clim nutzt den Campus Irchel als Reallabor, um die Wirkungen der Zusammensetzung und Verteilung von Vegetation zu untersuchen. Im Fokus stehen direkte und indirekte Effekte des Vegetationsmanagements auf die CO2-Sequestrierung durch Photosynthese (direkt) sowie auf den Energieverbrauch von Gebäuden durch Schatten- und Kühleffekte (indirekt). Aktuelle CO2-Quellen, -Senken sowie Temperatur-Hotspots auf den Naturflächen des Campus Irchel werden mit einer Kombination aus Blatt-, Boden- sowie Drohnenmessungen quantifiziert. Experimente werden Standorte, Pflanzenarten und -gemeinschaften identifizieren, die besondes geeignet sind, CO2 zu binden und Temperaturen zu senken. Die Ergebnisse von Green4Clim werden dazu beitragen, eine Managementstrategie zur CO2-Minderung zu entwerfen, die auch auf städtische Gebiete zur Erreichung von Klima- und Biodiversitätszielen übertragbar ist. Mit Green4Clim steht die UZH an der Spitze von Reallabor-Initiativen zur Nutzung der Campusvegetation zur Reduzierung von CO2-Emissionen.

Foto eines Computertomographen, Frontalaufnahme der runden Öffnung des Gerätes sowie Bedienelemente links von dieser Öffnung, im Inneren der Röhre leuchtet ein blaues Licht

Environmental sustainability in computed tomography

Projektteam: Tilo Niemann, Rahel Kubik-Huch, Bastian Schulz, Michael Thali, M. Cristelon, Jesus Fernandez-León, Doreen Kraft
Laufzeit: 6 Monate
Fördersumme: 10'000 CHF
Beteiligte Einheiten: UZH Institut für Rechtsmedizin (IRM), Kantonsspital Baden, Elektro Hitz, Siemens Healthineers
Veröffentlichungen: Paper in "Academic Radiology";Abschlussbericht (PDF, 341 KB) (Englisch)
Kontakt: tilo.nieman(at)ksb.ch

Computertomographen (CT) sind aus der heutigen Radiologie nicht mehr wegzudenken. Jedoch ist deren Einsatz mit einem hohen Stromverbrauch verbunden. Mittels zweier Teilprojekte wurde  herausgefunden, wie der Energieverbrauch von CT-Scannern in Zeiten geringer Auslastung optimiert werden kann. Im Teilprojekt 1 wurde untersucht, ob der Stromverbrauch eines CT-Scans anhand der Scanparameter berechnet werden kann. Im Teilprojekt 2 wurde der Energieverbrauch für verschiedene Szenarien, z. B. Leerlaufzeiten, Standby, Systemabschaltung, Systemstart und Notaus gemessen. Die Hochrechnungen und Interpretation der Messergebnisse erfolgte in Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden der Direktion Immobilien und Betrieb der UZH.
Die Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur Optimierung des Energieverbrauchs von CT-Scannern während Leerlaufzeiten. Neben dem Umweltschutz können die Spitäler auch finanzielle Einsparungen erreichen. Die Ergebnisse könnten in Zukunft zudem als Grundlage für weitere Optimierungen beispielsweise für die Entwicklung KI-basierter Abschaltungsmechanismen dienen. 

Aufsicht auf Mülleimerinhalt, Haufen mit benutztem Plastik-Labor-Equipment wie Pipettenspitzen

Reusing Plastic Disposables: Automated Pipette Tip Washing (TipWash)

Projektteam: Hanspeter Schöb, Célia Baroux, Barbara Keller, Valeria Gagliardini, Marina Stirnemann, Lena Stransfeld
Laufzeit: 6 Monate
Fördersumme: 10'000 CHF
Beteiligte Einheiten: UZH Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie (IPMB),UZH Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik (ISEB)
Kontakt: sustainability(at)systbot.uzh.ch

TipWash wird vom Nachhaltigkeitskomitee des IPMB und des ISEB geleitet. Es zielt darauf ab, das automatisierte Waschen von Einweg-Plastikartikeln mit dem Grenova TipNovus©-Geräts in der Schweiz zu etablieren. Das Gerät ist das erste seiner Art in der Schweiz. TipWash untersucht Nachhaltigkeitsaspekte, rechtliche Fragen, Arbeitsabläufe und die Biosicherheit des automatisierten Waschens von Pipettenspitzen im laufenden Forschungsbetrieb. Damit erarbeitete Grundlagen zur breiten Wiederverwendung von Einwegplastik werden anschliessend der Schweizerischen Laborforschung zur Verfügung gestellt. Ein Reallabor-Projekt in diesem Bereich ist von hoher Relevanz, da jährlich Dutzende bis hunderte Kilogramm Einweg-Plastikartikel pro Forschendem nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden, obwohl diese Artikel potentiell bis zu zwanzigmal wiederverwendbar wären. TipWash leistet durch den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen somit einen Beitrag zu den Klimaneutralitätszielen der UZH.

blaues Flugzeug fliegt über hellgrüne Erde, stösst graue Emissionswolken aus, Flugzeug wird von rechts mit Schlauch betankt

Anticipation and Warning of Air Travel Emissions at UZH (AWAIR)

Projektteam: Marian Bohl, Lucas Leeman, Oliver Strjibis
Laufzeit: 6 Monate
Fördersumme: 7'500 CHF
Beteiligte Einheiten: UZH Institut für Politikwissenschaft (IPZ), Philosophische Fakultät (PhF), Franklin University Switzerland
Kontakt: ostrijbis(at)fus.edu

AWAIR untersucht, ob mithilfe von Prognoseumfragen die CO2e-Emissionen, die durch Flugreisen an verschiedenen Fakultäten und Instituten verursacht werden, genau vorhergesagt werden können. Dazu wird eine grosse Anzahl von UZH-Mitarbeitenden nach ihren Erwartungen bezüglich der zukünftigen betrieblichen CO2e-Emissionen befragt.
Wenn Prognoseumfragen sich als präzises Vorhersage-Tool über fluginitiierte CO2e-Emissionen herausstellen, können daraus Frühwarnsysteme sowie eine bessere Planbarkeit für die Organisationseinheiten abgeleitet werden. Zudem kann AWAIR durch die Erwartungsabfrage auch das Bewusstsein für das Reduktionsziel der UZH schärfen.

Weitere Reallabore an der UZH

Anti-Littering Irchelpark

Die «Anti-Littering Irchelpark Initiative» befasst sich mit der nachhaltigen Nutzung und Bewirtschaftung des Irchelparks. Mitarbeitende des Nutzungsmanagements Campus Irchel, der Sozialpsychologie, des Betriebsdiensts Irchel, des Scientific Visualisation and Visual Communication Teams und der Kommunikation der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät untersuchen die Ursachen von Littering im Irchelpark. Mittels Sensibilisierungskampagnen wurde bereits ein evidenzbasierter, kontinuierlicher Verbesserungsprozess angestossen.
mehr Informationen zum Reallabor-Projekt