Vorwort

Vorwort der Universitätsleitung

Porträt Michael Hengartner

Prof. Dr. Michael O. Hengartner

Rektor

   Porträt Gabgiele Siegert

   Prof. Dr. Gabriele Siegert

   Vize-Rektorin

Als öffentlich finanzierte, in der Gesellschaft verankerte Institution sieht sich die Universität Zürich verpflichtet, zur positiven Entwicklung von Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur beizutragen. Ganz wesentlich ist dabei das Engagement für Nachhaltigkeit.

Um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit auf gesamtuniversitärer Ebene zu stärken, hat die Universitätsleitung im Jahr 2014 die Funktion einer Delegierten bzw. eines Delegierten für Nachhaltigkeit geschaffen und eine Kommission für Nachhaltigkeit eingerichtet. Seither wurden verschiedene Massnahmen ergriffen, um den ökologischen Fussabdruck der UZH insgesamt zu verkleinern.

Zudem leistet die UZH mit ihren vielfältigen Aktivitäten in Forschung und Lehre wichtige Beträge zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. So wurde die UZH durch die United Nations Academic Impact (UNAI) erst kürzlich zum Hub im Bereich Climate Action gewählt. In dieser Funktion engagiert sich die UZH für die Entwicklung von Sofortmassnahmen gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen. Darüber hinaus bietet die UZH verschiedene Studien- und Weiterbildungsprogramme mit Nachhaltigkeitsbezug an, beispielsweise den CAS in Sustainable Finance am neuen UZH Center for Sustainable Finance and Private Wealth.

Mit der Sustainability Policy, die Anfang 2019 verabschiedet wurde, setzt die UZH ein weiteres Zeichen, dass sie das globale Ziel der nachhaltigen Entwicklung nicht nur durch Forschung und Lehre unterstützt, sondern auch im universitären Betrieb konsequent umsetzen will.

Der erste Nachhaltigkeitsbericht der UZH bietet dafür eine gelungene Situationsanalyse. Er fasst die Erkenntnisse der letzten Jahre zusammen und zeigt wichtige Handlungsfelder für die Zukunft auf. Die Universitätsleitung freut sich darauf, den angestossenen Wandel in den kommenden Jahren in enger Zusammenarbeit mit allen UZH-Angehörigen weiter voranzutreiben.

Michael O. Hengartner

Gabriele Siegert

Vorwort des Delegierten für Nachhaltigkeit

Porträt Lorenz Hilty

Prof. Dr. Lorenz M. Hilty

Delgierter für Nachhaltigkeit

  

Im Leitgedanken der Nachhaltigkeit sind Sach- und Wertfragen eng miteinander verwoben. Sachfragen sind beispielsweise, wie sich unser wirtschaftliches Handeln auf den globalen Klimawandel auswirkt oder welche Rolle die Biodiversität für den Menschen spielt. Wertfragen sind, wie weit wir vorausschauen wollen, wenn wir politische Entscheidungen treffen, oder welche minimalen Sozialstandards weltweit gelten sollen. Weder auf Sachfragen noch auf Wertfragen gibt es Antworten, die abschliessende Geltung beanspruchen können. Es gibt aber Bedingungen, unter denen die Diskussion um den Stand des Wissens und auch um die ethische Basis unseres Handelns offen, unvoreingenommen und mit nie erlöschender Neugier geführt werden kann. Diese Bedingungen kennzeichnen einen freien Diskurs, wie er traditionell an Universitäten geführt wird.

Die Universität Zürich als öffentliche Bildungseinrichtung hat eine besondere Verantwortung, diesen Diskurs über die Grenzen von Fachgebieten hinweg und im Dialog mit der ganzen Gesellschaft zu pflegen. Das gilt auch für die gesellschaftlichen Herausforderungen, die mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung verbunden sind, zu denen sich alle UN-Mitgliedstaaten in der Agenda 2030 bekannt haben.

Der vorliegende Bericht zeigt auf, durch welche Aktivitäten die UZH direkt oder indirekt zur Erreichung dieser Ziele beiträgt. In vielen Fällen sind diese Beiträge nicht mit dem Etikett «Nachhaltigkeit» versehen und gleichwohl relevant und wirkungsvoll. Unsere Anstrengungen sind erheblich, aber noch nicht ausreichend. Auch angesichts der grossen Zahl von Beiträgen, über die wir auf den folgenden Seiten berichten können, ist nicht zu verkennen, dass die Universität Zürich ihr Handeln noch konsequenter mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung in Einklang bringen kann und soll. Wichtige Themen sind hier die Reduktion von Emissionen, die durch häufige Flugreisen verursacht werden, oder die systematische Integration von Nachhaltigkeitsthemen in die Lehrangebote.

Der Nachhaltigkeitsbericht der UZH wird in einen Rhythmus von zwei Jahren erscheinen. Das Nachhaltigkeitsteam der UZH freut sich darauf, in der nächsten Ausgabe über weitere Fortschritte berichten zu können.

Lorenz M. Hilty

Über diesen Bericht

Das vorliegende Dokument ist der erste Nachhaltigkeitsbericht der Universität Zürich (UZH). Ziel des Berichts ist es, Beiträge der UZH zu nachhaltiger Entwicklung zu identifizieren, den Status quo im Berichtsjahr 2018 darzustellen, eine Grundlage für zukünftige Massnahmen zu schaffen und eine breite Diskussion über den Beitrag der UZH zu einer nachhaltigen Entwicklung anzuregen.

Da dies die erste Ausgabe des Nachhaltigkeitsberichts der UZH ist, werden auch grundsätzliche Vorgehensweisen der UZH im Bereich der Nachhaltigkeit erläutert, und es werden, je nach Datenverfügbarkeit, auch Aktivitäten vor dem Berichtsjahr 2018 in die Darstellungen integriert. Darüber hinaus überschneiden sich die Inhalte des Nachhaltigkeitsberichts teilweise mit anderen Formen der Berichterstattung der UZH. In zukünftigen Nachhaltigkeitsberichten (eine Veröffentlichung ist alle X Jahre geplant) werden Überschneidungen vermieden und durch Verweise ersetzt.

Für die Entwicklung der Berichtsinhalte wurden international anerkannte Standards nach Global Reporting Initiative (GRI) und International Sustainable Campus Network (ISCN) berücksichtigt und Nachhaltigkeitsberichte anderer Hochschulen ausgewertet. Die Auswahl der behandelten Themen erfolgte unter anderem in Hinblick auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals, SDGs). Die Berichtsinhalte wurden im engen Austausch mit über XX Expertinnen und Experten aus den jeweils zuständigen Universitätseinheiten sowie XXexternen Stakeholdern erarbeitet. Ohne die engagierte Unterstützung dieser Personen wäre die Erstellung des vorliegenden Berichts nicht möglich gewesen. Eine Liste aller Beteiligten ist dem Anhang zu entnehmen.

 

Fotos: Frank Brüderli