Allgemeine Tipps
Hier finden Sie Tipps zur Förderung der Nachhaltigkeit, die sich an alle Angehörigen der UZH richten. Die Sammlung wird laufend erweitert.
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Reisen
Flugreisen verursachen im Regelbetrieb der UZH einen grossen Anteil der THG-Emissionen. Seltener zu fliegen ist daher ein wichtiger Hebel, um Emissionen zu reduzieren.
Virtuelle Präsenz
Prüfen Sie für sich und Gäste der UZH Möglichkeiten zur digitalen Teilhabe. Eine Videokonferenz müsste 8'700 Stunden dauern, um den Treibhausgas-Emissionen eines Flugs von Zürich nach New York und zurück gleichzukommen.
Anzahl der Reisenden reduzieren
Wählen Sie gezielt aus, welche Person eines Teams zu einer Veranstaltung reist. Achten Sie dabei auch auf Fairness für Nachwuchsforschende.
Mit Bus oder Bahn reisen
Bei Reisen in Europa sind Bahn oder Fernreisebus die umweltfreundlichen Varianten. Für einige Destinationen gibt es Nachtzüge.
Mehrere Reisegründe kombinieren
Planen Sie wenn möglich die Reise so, dass sie mehrere Zwecke zugleich erfüllt und dadurch mehrere Einzelreisen ersetzt (indem Sie z. B. mehrere Besuche verbinden).
Bei unvermeidbaren Flugreisen
- Economy-Klasse wählen. Durch Verzicht auf Business Class könnten an der UZH jährlich 5 bis 10 Prozent der flugbedingten Treibhausgas-Emissionen eingespart werden. Der Emissionsbeitrag eines Fluges in der Busines-Klasse ist rechnerisch (aufgrund des grösseren beanspruchten Anteils des Flugzeugs) mindestens doppelt so hoch wie der eines Fluges in der Economy-Klasse.
- Relativ effiziente Airlines wählen. Durch die Wahl einer effizienten Airline können bis zu 50 Prozent an Flugemissionen vermieden werden. Auf eine Entfernung von 6'550 km kann so bei einem Hin- und Rückflug eine Tonne CO2 eingespart werden (Effizienzklasse C: 1'600 kg CO2, Effizienzklasse G: 2'600 kg CO2).
- Nonstopflüge bevorzugen. Ein Nonstopflug in Europa ist einem Flug mit Zwischenstopp vorzuziehen, da die Startphasen besonders emissionsintensiv sind. Es lohnt sich auch, Zubringerflüge durch Bahnfahrten zu ersetzen.
- Emissionen kompensieren. Achten Sie bei der Auswahl des Anbieters darauf, dass die Berechnung der Emissionen alle Treibhausgase (nicht nur CO2) berücksichtigt und die Kompensationsprojekte qualitativ hochwertig sind. Für Letzteres gibt das Zertifikat «Gold Standard» eine Orientierungshilfe.
Flugreisen
Factsheet Dienstreisen
Projekt: Nachhaltige Studierendenmobilität (SET-Projekt)
Ernährung
Die Ernährung ist ein starker Hebel, um durch individuelles Verhalten zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Die agro-industrielle Herstellung und teilweise auch der Transport der Nahrungsmittel sind relevante Treiber der Umweltbelastung.
Vegetarische oder vegane Alternativen in der Mensa oder für Caterings bevorzugen
Die Menüs der UZH-Mensen verursachen durch Herstellung und Transport der Zutaten im Mittel folgende Treibhausgasemissionen (in CO2-Äquivalenten) pro Mahlzeit:
- veganes Menü: 700 g CO2eq
- vegetarisches Menü: 900 g CO2eq
- fleisch-/fischhaltiges Menü: 2300 g CO2eq
Auf saisonale und regionale Produkte achten
Saisonales Obst und Gemüse führt zu einer Reduktion der Umweltbelastung, da weder eine energieintensive Anzucht in Gewächshäusern noch Tiefkühlung notwendig ist. Regionale Produkte verursachen weniger transportbedingte Emissionen.
Leitungswasser statt abgefülltes Wasser trinken
Leitungswasser ist gesund und verursacht pro Liter 200-400 mal geringere Treibhausgas-Emissionen als die Bereitstellung von Mineralwasser in einer Glas- bzw. PET-Flasche. In einer ansprechenden Karaffe eignet sich Leitungswasser auch für Besprechungen. Eigene Trinkflaschen können an den Trinkwasserbrunnen in den Gebäuden der UZH aufgefüllt werden. Eine Liste der verfügbaren Trinkwasserbrunnen finden Sie auf der Netzwerkseite von Blue Community:
Blue Community – Trinkwasserbrunnen an der UZH (nicht abschliessende Liste)
Food Waste vermeiden
Lassen Sie sich in der Mensa nur so viel schöpfen, wie Sie auch essen werden. Übriggebliebenes kann in reCIRCLE Boxen abgepackt und mitgenommen werden. So geht’s: reCIRCLE Box für 10 Franken Depot zusätzlich zum Menüpreis in der Mensa erstehen. Nach dem Essgenuss besteht die Wahl, die reCIRCLE Box in die Mensa zurückzubringen oder diese zu behalten. reCIRCLE Boxen werden in der Schweiz produziert. Sie sind dicht, waschmaschinen- und mikrowellentauglich.
Verpflegung
Factsheet Ernährung im Uni-Alltag
Leitfaden Nachhaltiges Catering
Pendeln
Der Pendelverkehr der Studierenden und Mitarbeitenden der UZH ist einer der grösseren Auslöser von Treibhausgas-Emissionen. Durch eine Verkürzung des Pendelwegs und die Wahl eines umweltfreundlichen Verkehrsmittels können Sie diese Emissionen reduzieren.
Pendelweg reduzieren
Bevorzugen Sie einen Wohnort in Campusnähe oder mit guter ÖV-Anbindung.
Mit dem Velo oder öffentlichen Verkehrsmitteln pendeln
Velo, Bus, Tram oder Zug verursachen pro Personenkilometer wesentlich geringere Treibhausgas-Emissionen als der motorisierte Individualverkehr.
Fahrgemeinschaften bilden
Falls ein Auto nötig wird, teilen Sie die Fahrten mit Kolleg:innen oder Kommiliton:innen. Das verringert die Emissionen pro Person und spart Kosten.
Lokale Mobilität
Factsheet Pendelverkehr (Vergleich verschiedener Verkehrsmittel in Bezug auf Emissionen)
IT-Geräte
Die heutigen IT-Endgeräte wie Laptops, Tablets und Smartphones verursachen in der Herstellung eine höhere Umweltbelastung als durch den Stromverbrauch während ihrer gesamten Nutzungsdauer. Nur bei Servern ist der Energiebedarf in der Nutzungsphase höher als in der Herstellung. Hinzu kommt, dass der Rohstoffabbau für die Herstellung der Hardware mit hohen Belastungen für Mensch und Umwelt geschieht.
Möglichst selten neue IT-Geräte beschaffen
Die wirkungsvollste Massnahme, um IT-bedingte Belastungen für Mensch und Umwelt zu reduzieren, ist es, die Geräte möglichst lange zu nutzen. Lassen Sie defekte Geräte wenn möglich reparieren, statt neue zu beschaffen.
Geräte teilen
Die Nutzung zentraler, gemeinsam genutzter IT-Infrastruktur, wie Etagendrucker und zentrale Server, belastet die Umwelt deutlich weniger als die Beschaffung je eigener Geräte. Die Technologieplattformen, Plattform Shared Equipment, Gerätebörse und Büromaterialbörse bieten weitere Möglichkeiten zur geteilten Nutzung.
Geteilte Nutzung
Gebrauchte UZH-Hardware privat erwerben
UZH-Angehörige haben die Möglichkeit, an der UZH ausgediente Hardware wie Computer und Bildschirme, für private Zwecke zu Vorzugskonditionen zu erwerben.
Gebrauchte Hardware
Energiesparen während der Nutzung
Bildschirme sollten bereits nach kurzer Inaktivität automatisch in den Standby-Modus gehen. Auch eine Reduktion der Bildschirmhelligkeit (z. B. durch Umschalten auf «Dark Mode») kann Energie sparen.
Geräte mit unzureichendem Sleep- oder Standby-Modus vom Stromnetz trennen
Heutige IT-Geräte, insbesondere Monitore, Drucker, Laptops und die zugehörigen Steckernetzteile, haben zwar in der Regel einen Sleep- oder Standby-Modus, der den Energieverbrauch nahezu Null senkt. Ausnahmen kann man an der Abwärme erkennen. Wenn ein Gerät wie z. B. ein Steckernetzteil auch im ungenutzten Zustand spürbar Wärme abgibt, sollte man es vom Netz trennen.
Beschaffung – Geteilte Nutzung
Beschaffung – IT-Infrastruktur
Factsheet Mediennutzung
Papier
Papier ist vielen Erwartungen zum Trotz kein grosser Hebel zur Einsparung von Treibhausgas-Emissionen. Denn die Herstellung von Papier erzeugt vor allem im Vergleich zu Kategorien wie Mobilität wenig CO2. Nichtdestotrotz sind die Zahlen beeindruckend und es lohnt sich angesichts dessen weiterhin die Notwendigkeit von Ausdrucken im Einzelfall zu prüfen und Recyclingpapier zu werden. Denn im Jahr 2018 wurden an der UZH pro mitarbeitender Person rund 18 kg Papier verbraucht (nur zentral beschafftes Papier wie Kopierpapier, Drucksachen, Briefumschläge; Stand 2018). Im Jahr 2024 waren es rund 6 kg.
Elektronische Dokumente nicht ausdrucken
Verzichten Sie möglichst darauf, Skripte und andere Dokumente auszudrucken.
100% Recyclingpapier verwenden
Seit 2018 hat die UZH eine «Ein-Papier-Strategie». Gemäss dieser wird im Material-Zentrum der UZH nur noch eine Papiersorte verkauft. Diese besteht vollständig aus rezyklierten Fasern und erfüllt die strengen Kriterien des Labels «Blauer Engel». Die Organisationseinheiten können bei Bedarf jedoch auch anderes Kopier- oder Druckerpapier einkaufen. Achten Sie in diesem Fall darauf, Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier zu verwenden. Die Produktion eines durchschnittlichen Frischfaserpapiers verursacht rund zweieinhalbmal so viel Treibhausgasemissionen wie die Produktion eines Recyclingpapiers.
zur vergleichenden Ökobilanz verschiedener Papiersorten
Papiersparend drucken und möglichst auf Farbe verzichten
Doppelseitiges Ausdrucken spart Papier. Farbdruck ist material- und energieintensiver als Graustufendruck.
Printmedien (Bücher, Skripte) mehrfach nutzen
Die private Ausleihe und Weitergabe von Skripten, Zeitschriften und Büchern ist möglich über die Plattform Uniboard. Bücher können in der Zentral- oder Universitätsbibliothek Zürich ausgeliehen werden.
Plattform Uniboard
Abfall
Die wirkungsvollste Form der Abfallvermeidung besteht darin, weniger einzukaufen. Bei vielen Konsumgütern, wie beispielsweise Nahrungsmitteln, lassen sich die Verpackungen reduzieren oder recyceln.
Abfall vermeiden
Die Mensen und Cafeterien bieten Kaffee-Mehrwegbecher und reCIRCLE Boxen gegen ein Depot (Pfand) an. Wenn Sie Ihren eigenen Becher mitbringen, erhalten Sie jedes elfte Heissgetränk kostenlos.
Abfall recyceln
Die Entsorgungsrichtlinien der UZH definieren wie Abfall an der UZH richtig entsorgt wird. Spezifische Entsorgungshinweise für Betriebskehricht, Papier/Karton, Glas, PET, Metall, Aluminium, Tonerkartuschen und Kaffeekapseln finden Sie auf der Webseite des Mitarbeitendenportals. An der UZH finden Sie Recyclingstationen für PET und Alu insbesondere bei den Verkaufsflächen für Getränke. Am Campus Irchel gibt es für Kunststoffe eine separate Abgabestelle.
Richtlinien zur Behandlung und Entsorgung von Abfällen an der Universität Zürich Juli 2025
Entsorgung Abfall
Entsorgung Sonderabfall
Kunststoff-Sammelstelle am Campus Irchel (PDF, 233 KB)
Gebrauchtes
An der UZH gibt es Tauschbörsen und Onlineplattformen, auf denen Sie Gegenstände tauschen, kaufen, verkaufen oder verschenken können.
Tauschbörsen des V-ATP
Alle tragbaren, unbeschädigten, sauberen und nicht-Lithium-Ionen-Batterie-betriebenen Gegenstände können an einem angekündigten Tag im Oktober beim Bring- und Holtag der UZH abgegeben und von anderen mitgenommen werden. Die Bücherbörse funktioniert auf gleiche Weise, jedoch werden ausschliesslich Bücher abgegeben und mitgenommen. Ganzjährig steht auch die Bücherkabine im UZH Hauptgebäude zum Büchertausch zur Verfügung.
zu den aktuellen Veranstaltungen der V-ATP
zu den Angeboten der V-ATP
UZH Alumni Marktplatz
Unter der Rubrik «Flohmarkt» können Angebote und Gesuche online gestellt werden.
zum UZH Alumni Marktplatz
Möbelbörse
An der UZH wird nicht mehr genutztes Büro-Mobiliar allen Studierenden und Mitarbeitenden zum privaten Kauf angeboten.
zur Möbelbörse
Gebrauchte UZH-Hardware privat erwerben
UZH-Angehörige haben die Möglichkeit, an der UZH ausgediente Hardware wie Computer und Bildschirme, für private Zwecke zu Vorzugskonditionen zu erwerben.
Gebrauchte Hardware
Geteilte Nutzung
Die Technologieplattformen, Plattform Shared Equipment, Gerätebörse und Büromaterialbörse bieten weitere Möglichkeiten zur geteilten Nutzung.
Geteilte Nutzung
Veranstaltungsorganisation
Bei den meisten Veranstaltungen sind die Anreise, Verpflegung und Unterkunft der Gäste die Hauptursachen für zusätzliche Treibhausgasemissionen.
Weiterführende Informationen:
Leitfäden Nachhaltige Veranstaltungen und Nachhaltiges Catering
Tipps für nachhaltige Give-Aways und Alternativen (nur mit UZH-login)
Tipps für Ausflüge mit Nachhaltigkeitsbezug (nur mit UZH-login)
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Nachhaltigkeit in Ihrer Organisationseinheit fördern
Lassen Sie sich von bestehenden Initiativen inspirieren:
zur Übersicht über Nachhaltigkeitsinitiativen in Organisationseinheiten
Prozesse und Strukturen kritisch reflektieren
Sprechen Sie zuständige Personen in Ihrer Organisationseinheit auf Prozesse an, die nachhaltiges Verhalten erschweren oder verunmöglichen. Überlegen Sie gemeinsam, wie diese Prozesse verändert werden können.
Probleme mit festen Installationen melden
Nicht funktionierende feste Installationen können zu einem erhöhten Energie- oder Wasserverbrauch führen. Defekte Heizungen, tropfende Wasserhähne können Sie beim Service Center des jeweiligen Betriebsdiensts melden.
ServiceCenter Betriebsdienst Zentrum (auch für Standort Oerlikon zuständig)
ServiceCenter Betriebsdienst Irchel
Eigene Vorschläge einbringen
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